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Achtung, Gefahrenquelle : Zügiges Fahren gefährdet Passanten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rasante Autofahrer, kreuzende Fußgänger und nasses Pflaster in der Rathausstraße bilden eine nicht zu unterschätzende Gefährdung

shz.de von
erstellt am 01.Jan.2014 | 15:00 Uhr

Was macht eine Straße zum Risiko- oder Gefahrenschwerpunkt? Das Technische Betriebszentrum (TBZ) der Stadt orientiert sich an den Unfallzahlen der Polizeistatistik. Weitere handfeste Kriterien fehlen. Eine Straße wird wohl erst dann gefährlich, wenn sich binnen kurzer Zeit mehrere Unfälle ereignen oder diese besonders schlimm ausgehen. Dennoch gibt es Punkte im Flensburger Straßenverkehr, von denen erhöhte Gefahren ausgehen. Einige davon stellen wir beispielhaft in einer Serie vor. Heute: die Rathausstraße.

Staunend blicken die Passanten von der Fußgängerzone zur Rathausstraße. Mit erlaubten 50 Kilometern pro Stunde brausen die Autos dort hinunter in Richtung Süderhofenden. „Die Wagen fahren an dieser Stelle häufig sehr schnell an uns vorbei“, sagt eine Passantin.

Die oft zu hohe Geschwindigkeit ist das größte Problem in der Rathausstraße, die die Fußgängerzone kreuzt. Gerade für ortsfremde Autofahrer ist die Fußgängerzone erst spät einzusehen, denn auf diese wird hier lediglich durch ein kleines, sehr hoch angebrachtes Hinweisschild hingewiesen. Zusätzliche Gefahr geht vom Straßenbelag (Kopfsteinpflaster) gerade bei Vollbremsungen auf nasser Fahrbahn aus.

Durch das ansässige Spielwarengeschäft, das SchnellRestaurant und den Sportartikelladen sind dort viele Kinder und Jugendliche unterwegs. Sie überblicken die Gefahrenlage oft nicht und erkennen brenzlige Situationen zu spät.

Das rote Pflaster im Kreuzungsbereich von Rathausstraße und Fußgängerzone hebt sich zwar von dem der Straße ab, ähnelt aber sehr dem Farbton der Fußgängermeile. Bei Passanten kann
dies aus Unachtsamkeit dazu führen, dass Straße und Autos übersehen werden. Dies verursachte nach Angaben von Polizei-Pressesprecher Matthias Glamann vor zwei Jahren bereits einen Verkehrsunfall, an dem ein Fußgänger verletzt wurde.

Ein Tempolimit auf 30 Kilometer pro Stunde könnte das Gefahrenpotenzial an dieser Stelle womöglich drastisch entschärfen. Zusätzlich denkbar wäre eine leichte Erhöhung der Fahrbahn zwischen Holm und Großer Straße. Dadurch wäre der Kreuzungsbereich Rathausstraße-Fußgängerzone für Autofahrer früher und somit besser einsehbar. Die Fahrgeschwindigkeit würde durch diese bauliche Maßnahme zusätzlich angepasst werden.

Nächste Folge: Waldstraße

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