Dollerup : Zu wenige Ausbildungsplätze

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Gemeindewehrführer Jürgen Hinrichsen (r.) und sein Stellvertreter Hans-Jürgen Horstmann mit Yvonne Spring-Renken, „unserem Engel aus der Verwaltung“.
Gemeindewehrführer Jürgen Hinrichsen (r.) und sein Stellvertreter Hans-Jürgen Horstmann mit Yvonne Spring-Renken, „unserem Engel aus der Verwaltung“.

Die Feuerwehren im Amt Langballig fordern mehr Ausbildungsplätze für den Gruppenführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee.

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22. November 2018, 16:39 Uhr

Dollerup | Mit insgesamt 368 Aktiven sind die neun Feuerwehren im Amt Langballig gut aufgestellt. Alle Gemeinden mit Ausnahme von Wees (43 Aktive) haben die Aufgabe des Brandschutzes auf das Amt übertragen. Auf der Delegiertenversammlung der ihm unterstehenden acht Ortswehren hob Amtsvorsteher Peter-Wilhelm Jacobsen die Bedeutung einer guten Ausrüstung hervor und gab bekannt, dass die dafür notwendigen Finanzmittel im Amtshaushalt eingestellt würden, „auch wenn wir nicht jeden Wunsch erfüllen können“.

In seinem Bericht teilte Gemeindewehrführer Jürgen Hinrichsen aus Dollerup mit, dass die vom Innenministerium in Kiel herausgegebenen neuen Mustersatzungen für die Feuerwehren in der Amtsverwaltung vorliegen, an die jeweiligen örtlichen Verhältnisse angepasst und bei den Jahresversammlungen im kommenden Jahr verabschiedet würden. Kritisch äußerte er sich zur Ausbildungskapazität der Landesfeuerwehrschule in Harrislee. Der Kreisfeuerwehrverband habe für 2019 einen Bedarf von 70 Plätzen für den Gruppenführerlehrgang angemeldet, aber nur 30 zugewiesen bekommen.

Einen besonderen Appell richtete Hinrichsen an die Führungen der Ortswehren hinsichtlich der charakterlichen Eignung von Anwärtern. „Wir brauchen nicht jeden, wir brauchen die Richtigen!“ Angesichts der immer größeren Einsatzfahrzeuge steige der Mangel an Fahrern mit Lkw-Führerscheinen. In der Gemeindewehr gab es nach seiner Aussage in diesem Jahr bisher zehn Brandeinsätze und 18 Hilfeleistungen. Er dankte dem Amt für die stete Unterstützung und hob dabei besonders die für das Brandschutzwesen zuständige Leiterin des Bau- und Ordnungsamtes hervor. „Yvonne Spring-Renken ist unser Engel in der Verwaltung.“

Von allgemeiner Bedeutung in den Berichten aus den Ortswehren war der Hinweis von Wehrführer Holger Mangelsen aus Rüde, dass für den Campingplatz Bockholmwik mit viel Aufwand ein neuer Einsatzplan erstellt worden sei, bei dem auf vier Wehren zurückgegriffen werde. Der Atemschutzbeauftragte Bernd Koschinski aus Munkbrarup beklagte die geringe Verfügbarkeit des Brandübungscontainers, in dem regelmäßige Übungen vorgeschrieben seien.

Brandschutzerzieher Wolfgang Niehaus aus Langballig regte an, den Brandschutzanhänger des Kreisfeuerwehrverbandes zu reaktivieren. In seinem Schlusswort erinnerte der stellvertretende Gemeindewehrführer Hans-Jürgen Horstmann aus Grundhof an die Möglichkeit der psychosozialen Unterstützung: „Nehmt im Bedarfsfall die Unterstützung durch einen Notfallseelsorger in Anspruch.“


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