Zwischen Nord- und Ostsee: : Zu viele Schüler können nicht schwimmen

In Schleswig-Holstein ist Schwimmunterricht in der Grundschule nicht verpflichtend im Lehrplan enthalten, sondern erst ab den Klassenstufen 5 bis 6. Foto: nr
In Schleswig-Holstein ist Schwimmunterricht in der Grundschule nicht verpflichtend im Lehrplan enthalten, sondern erst ab den Klassenstufen 5 bis 6. Foto: nr

Die Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG ) schlägt unmittelbar zur Badesaison Alarm: 45 Prozent aller Schüler könnten gegen Ende der Grundschulzeit nicht sicher schwimmen.

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28. Juni 2011, 09:28 Uhr

Bad nenndorf/Kiel | In den 70er Jahren seien es zeitweise unter zehn Prozent gewesen. "Das ist im Land zwischen den Meeren nicht anders", beklagt Schleswig-Holsteins DLRG-Sprecher Kai Jacobsen. Immer weniger Grundschulen sähen sich in der Lage, ausreichend Schwimmunterricht anzubieten, oder er falle aus. Gründe dafür lägen sowohl in der Schließung als auch in der Kommerzialisierung von Schwimmbädern. Aber auch Eltern sähen sich zunehmend nicht mehr in der Pflicht.
In Schleswig-Holstein ist Schwimmunterricht nach Angaben des Kieler Bildungsministeriums in der Grundschule nicht verpflichtend im Lehrplan enthalten, sondern erst ab den Klassenstufen 5 bis 6. Dies sollte sich nach Ansicht der DLRG ändern. Kinder sollten schon ab dem ersten Schuljahr Schwimmunterricht bekommen. "Nach dem Grundschulalter nimmt die Schwimmlernfähigkeit deutlich ab", begründet dies Martin Janssen von der DLRG in Bad Nenndorf bei Hannover.
(epd, blu, shz)

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