Zu viel Strom im Rathaus

<strong>Verbraucht viel:</strong> Falkenbergschule
Verbraucht viel: Falkenbergschule

shz.de von
27. Februar 2010, 08:43 Uhr

flensburg | Die Wohnnebenkosten werden gelegentlich von Mietern und Hauseigentümern unterschätzt. Sie sollten jedoch nicht jammern, denn richtig hohe Nebenkosten hat die Stadt Flensburg: 10,24 Millionen Euro müssen Jahr für Jahr für Heizung, Strom und Wasser sowie Gebäudereinigung aufgewendet werden. Diese Summe nannte Dr. Peter Schroeders, Leiter des Fachbereichs 6 (Kommunale Immobilien, KI), als er jüngst den ersten Energiebericht vorstellte. Die Millionen verteilen sich auf 59 Gebäude mit zusammen 250 000 Quadratmetern Fläche, im wesentlichen Schulen und Kindergärten. Auf Energie entfallen 2,6 Millionen Euro, die sich wiederum zu 62 Prozent auf Wärme, 30 Prozent auf Strom und 8 Prozent auf Wasser verteilen. Der Rest wird für die Gebäudereinigung ausgegeben.

Seit einigen Jahren erfasst die Stadt zentral die Verbrauchsdaten aller städtischen Immobilien. Zum Teil kann sogar die Haustechnik zentral gesteuert werden. Schroeders stellte im Hauptausschuss einige Grafiken vor, in denen der Verbrauch des jeweiligen Gebäudes als Abweichung vom Durchschnitt dargestellt wird. So ist das Flensburger Rathaus nach seiner Sanierung vor rund zehn Jahren sehr gut im Bereich Wärme, hat aber einen sehr hohen Stromverbrauch. Das Technische Rathaus auf der anderen Straßenseite des Pferdewassers steht bei Strom viel besser da, bei Fernwärme etwas schlechter. Zu hohe Fernwärmekosten haben Schroeders und sein Team bei der Falkenbergschule festgestellt. Einen zu hohen Wasserverbrauch haben wiederum die Falkenbergschule und die AVS. Die Hohlwegschule hingegen steht bei allen drei Verbrauchsarten gut da.

Schroeders stellte in Aussicht, dass der Energiebericht auf alle öffentlichen Gebäude ausgeweitet und künftig jährlich vorgestellt wird. Er erhielt viel Zustimmung in Hauptausschuss und ein großes Lob der Vorsitzenden Erika Vollmer (WiF).

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