Gewerbegebiet Wasserlooslück : Zu eng am Südermarkt: Klosterbäckerei zieht um

Baustelle in Kauslund: Bäckerei im Werden. Foto: staudt
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Baustelle in Kauslund: Bäckerei im Werden. Foto: staudt

Ab September im Gewerbegebiet Wasserlooslück / Café mit Außer-Haus-Verkauf geplant

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18. Mai 2011, 06:31 Uhr

Flensburg | "Es ist eine Weichenstellung für die Zukunft und für den Standort Flensburg", sagt Thomas Schwarke, kaufmännischer Betriebsleiter der Klosterbäckerei. Die Tage der Backstube am Südermarkt sind gezählt, noch in diesem Jahr zieht die Produktion in einen Neubau an der Nordstraße; im alten Stammhaus im Zentrum der Stadt bleibt - vorerst - nur der Laden bestehen.

"Hier können wir nicht wachsen", sagt Schwarke, der das Flensburger Traditionsunternehmen seit fünf Jahren führt. Mit sechs Verkaufsstellen habe die Klosterbäckerei eine kritische Größe; kleinere Bäckereien haben aus seiner Sicht keine Zukunft. Am Südermarkt arbeite man auf fünf Etagen, und alles müsse durch die eine Fronttür und den schmalen gekachelten Flur. Zum Teil werden Waren noch mit Seilwinden in höhere Etagen transportiert - mit dem entsprechenden Personalaufwand.

Die Zukunft im kleinen Gewerbegebiet Wasserlooslück sieht anders aus: Hier findet alles auf einer Ebene statt, es gibt eine Rampe zum Be- und Entladen der Fahrzeuge, es gibt Kapazität für eine mögliche Erweiterung. Wichtigste Neuerung: Die Backstube wird ergänzt durch ein kleines Café mit 50 Sitzplätzen. Hier werden auch Brot, Brötchen und Kuchen außer Haus verkauft. "Wir machen kein Backcenter", stellt Schwarke klar, "sondern bleiben eine handwerkliche Backstube." Für Kunden stehen zwölf Parkplätze zur Verfügung. Der Fußweg zum Goldregen und in das benachbarte Wohngebiet bleibe erhalten.

Obwohl der neue Standort in einem Gewerbegebiet liegt, sei der Verkauf der vor Ort hergestellten Produkte durch den Bebauungsplan abgedeckt, versichert Verwaltungssprecher Thomas Hansen. Alle 45 Arbeitsplätze bleiben erhalten, verspricht Schwarke; durch den Cafébetrieb am neuen Standort müssen neue Mitarbeiter eingestellt werden. Zudem werde die Klosterbäckerei im neuen Servicehaus Friesischer Berg an der Mathildenstraße mit einem kleinen Café vertreten sein.

Seit zwei Jahren plane man die Verlagerung des Betriebes, berichtet Schwarke. Von vornherein sei dabei klar gewesen: "Wir sind ein Flensburger Unternehmen, wir bleiben in Flensburg."

Schon im September soll die Klosterbäckerei an der Nordstraße Brötchen, Brot und Kuchen backen. Dann wird auch mehr vom neuen Nachbarn zu sehen sein: Nachdem die Klage eines Anliegers im Eilverfahren abgewiesen worden ist, kann die Restaurant-Kette McDonalds mit ihrem Bau beginnen.

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