zur Navigation springen

Rundflüge ab Schäferhaus : Zeppelins Urenkel kommt zum Flughafen nach Flensburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In Flensburg lebende Urenkel des Grafen Zeppelin machen den Abstecher an die Förde möglich.

shz.de von
erstellt am 15.Jul.2017 | 06:08 Uhr

Ein Ereignis für Flensburg: Am Sonntag, 24. September, besucht ein Zeppelin die Stadt: Das Luftschiff der Deutschen Zeppelin-Reederei in Friedrichshafen macht für einen Tag Station auf dem Flugplatz Schäferhaus – Mitflug ist möglich. Rund 55 Interessierte können Rundflüge über Stadt und Förde buchen.

Gute Beziehungen machen es möglich: Die beiden in Flensburg lebenden Urenkel des Grafen Ferdinand von Zeppelin, die Geschwister Elinor Kaempfe und Roy Freiherr von Koenig, haben es erreicht, dass das Luftschiff nach einem Abstecher in Norddeutschland wenigstens für einen Tag nach Flensburg kommt. Dafür gibt es einen doppelten Anlass: Vor hundert Jahren starb der Luftschiff-Erfinder Zeppelin. Sein Partner, Dr. Hugo Eckener, wurde in Flensburg geboren. Eckener führte nach dem Tode des Grafen die Pioniertaten weiter und erreichte mit unzähligen Fahrten Weltruhm.

Holen den Zeppelin nach Flensburg: Elinor Kaempfe und Roy von Koenig, Urenkel des Grafen von Zeppelin.
Holen den Zeppelin nach Flensburg: Elinor Kaempfe und Roy von Koenig, Urenkel des Grafen von Zeppelin. Foto: Michael Staudt
 

Wo immer die riesigen, silbernen „Zigarren“ am Himmel auftauchten, strömten die Menschen zu Tausenden auf Straßen und Dächer, um den Zeppelinen begeistert zuzujubeln. Die Ära der Zeppeline war nach der Brandkatastrophe in Lakehurst/USA zu Ende.

Nach Jahrzehnten des Stillstands kann man das unvergleichliche Gefühl des fast lautlosen Dahinschwebens wieder erleben: Am 18. September 1997, also fast auf den Tag genau vor 20 Jahren, erhob sich der erste Prototyp des Zeppelin „NT“ in die Luft über dem Bodensee. NT steht für „Neue Technik“, eine moderne Weiterentwicklung der historischen Luftschiffe. Der Zeppelin NT ist das größte und modernste Passagierluftschiff der Welt. Sein innovatives Antriebskonzept mit vollelektronischer Flugsteuerung und modernster Avionik ermöglicht Flugmanöver, wie sie sonst nur von einem Helikopter ausgeführt werden können.

Inzwischen wurden bereits sieben solcher Zeppeline in Dienst gestellt, ein achter ist im Bau, und seit dem 15. August 2001 haben diese Luftschiffe weltweit rund 241.000 Passagiere ohne jeden Zwischenfall geflogen. Der Zeppelin ist damit das sicherste Verkehrsmittel der Welt.

Am Abend des 23. September wird der Zeppelin auf dem Flugplatz Schäferhaus eintreffen, und am nächsten Tag ab 9 Uhr zum ersten Rundflug starten. Diese dauern jedes Mal etwa 40 Minuten, wobei in der Gondel unter dem 75 Meter langen Luftschiff zwölf Passagiere pro Tour Platz finden.

Das Foto vom Überflug über Friedrichshafen am Bodensee zeigt die Perspektive, die der Flug über Flensburg bieten wird.
Das Foto vom Überflug über Friedrichshafen am Bodensee zeigt die Perspektive, die der Flug über Flensburg bieten wird. Foto: Zeppelin-reederei
 

Es gibt keine Trennwand zum Cockpit, so dass Passagiere dem Piloten bei der Arbeit zusehen können. Die großen Panoramafenster der Kabine ermöglichen eine hervorragende Sicht. Ein unvergleichliches Erlebnis ist der Start: Kaum spürbar gleitet der Erdboden unter dem Luftschiff weg. Rund 55 Menschen haben die einmalige Gelegenheit, in 300 bis 600 Metern über Flensburg zu schweben.

Wegen der großen, notwendigen Logistik für den Zeppelin-Besuch kostet der Rundflug 365 Euro pro Person, für Kinder unter zwölf Jahren 292 Euro. Buchungen können ab sofort online unter www.zeppelin-nt.de oder über das Callcenter der Reederei (07541-5900-0) erfolgen. Informationen unter E-Mail roy-von-koenig@t-online.de oder Telefon 0461-3136477.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen