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Schafflund : Zehnfaches Ja zum schnellen Internet

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Für den Anschluss der Häuser in in Randlagen sind 11,6 Millionen Euro veranschlagt.

Schafflund | Zehn Gemeindevertretungen tagen parallel an zehn Tischen in einem Saal. Dieses wohl seltene Ereignis fand jetzt im „Utspann“ in Schafflund statt. Anlass war der Abschluss eines Vertrages zur Gründung eines Breitband-Zweckverbandes im Amt Schafflund.

Nachdem mit Hörup, Meyn und Wallsbüll drei Gemeinden im Amtsgebiet zur Versorgung mit schnellem Internet eigene Wege gegangen sind, suchen Böxlund, Großenwiehe, Holt, Jardelund, Lindewitt, Medelby, Nordhackstedt, Osterby, Schafflund und Weesby gemeinsam nach einem Weg, sich für diese entscheidende Technologie zukunftssicher aufzustellen.

„Der Zweckverband ist ein gängiges Modell, das Kritiker für zu steif und zu unflexibel halten. Aber es gibt gegenwärtig kein besseres“, führte Verwaltungsleiter Jörg Hauenstein in seiner Moderation aus. Eile sei geboten, denn die nächsten Fördermittel des Bundes würden wahrscheinlich schon ab Ende Juni ausgelobt. Insgesamt geht es um ein Investitionsvolumen von 11,6 Millionen Euro, wobei die Gemeinden hoffen, den größten Teil mit einer Fördersumme von 6,3 Millionen abdecken zu können.

Der zu gründende Breitband-Zweckverband Schafflund unterscheidet sich von anderen dadurch, dass er wirtschaftlich tätig sein wird und daher auch entsprechende Früchte tragen soll. Daher wird wahrscheinlich zumindest in der Anfangszeit auch ein Geschäftsführer berufen, da diese Aufgabe ehrenamtlich nur durch einen Verbandsvorsteher nicht zu bewältigen ist.

Und es sind auch Hausaufgaben zu erledigen: 65 Kilometer Fremdleitungen müssen angemietet werden, zudem stellt die Gemeinde Osterby ihr ohne Fördermittel fertig gestelltes Netz für einen Ankauf zur Verfügung. Osterby kann so eine zügige Refinanzierung erreichen, der Zweckverband erhält ein Netz mit den Anschlussnehmern einer ganzen Ortschaft.

Für einige befremdlich mag der Bereich sein, der im Moment durch Bundesmittel gefördert wird. Das Amt Schafflund hat rund 5700 Haushalte. Davon liegen die meisten natürlich innerhalb der Ortschaften und sind in einigen Gemeinden auch mit einer ausreichenden Internetgeschwindigkeit ausgestattet. Bei der nun angedachten Versorgung geht es zunächst um 790 Haushalte im Außenbereich, denn nur deren Versorgung mit schnellem Internet ist derzeit förderfähig. Ziel ist es nun, den Zweckverband schnellstmöglich arbeitsfähig zu machen. „Ich glaube, wenn wir jetzt richtig Gas geben, können wir für unser Amt etwas bewegen“, sagte Osterbys Bürgermeister Thomas Jessen. Der Ausbau der Internetverbindung in den Außenbereichen der Gemeinden wird als Keimzelle für die weitere Entwicklung im Amtsgebiet angesehen.Zehn Gemeindevertretungen berieten und beschlossen schließlich parallel zueinander. Zehn Bürgermeister gaben anschließend bekannt, dass ihre Vertretungen jeweils einstimmig für die Gründung eines Breitband-Zweckverbandes und ihren Beitritt dazu beschlossen haben. Zehn Gemeindevertretungen honorierten dies mit Applaus.

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