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Flensburger Tageblatt

21. August 2017 | 01:13 Uhr

Zehn Jahre Theaterspiel auf Zuruf

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Fünf – vier – drei – zwei – eins – los“: Mit diesem Ruf geben die Zuschauer den Schauspielern von „Improgramm“ das Startsignal für die nächste Szene – und das nun schon seit zehn Jahren. Jetzt legte die Improvisationstheatergruppe im vollbesetzten Kühlhaus ihre Jubiläumsshow aufs Parkett.

Das Besondere: Noch nie war eine der Szenen, die zum Besten gegeben werden, vorher geprobt oder abgesprochen – immer entstehen sie spontan und nach den Vorgaben des Publikums. So hörten die Zuschauer beispielsweise zur Vorgabe „Stau im Elbtunnel“ ein Liebesduett mit dem Titel „Ich halte dir den Schirm“ und sie forderten ein Hörspiel mit dem Titel „Blutrausch in Flensburg“, das mit einem Parodontose-Problem endete – auch eine Spinnenphobie und ein verlorener Unterkiefer spielten eine Rolle.

Als Zugabe präsentierte die Gruppe einen Charity-Song, begleitet von Wolfgang Strehlow an der Gitarre. Der vom Publikum gewünschte Titel: „Die Rettung der Kopfläuse“. Dazu kamen Spielformen mit besonderen Herausforderungen, die die Schauspielerinnen zu meistern hatten: Die Szene einer Jägerin mit Hund, in der nicht nur ein toter Hirsch auferstand, sondern auch gefordert war, dass jedes Wort mit einem vorgegebenen Konsonanten anfangen muss. Doch nicht nur die Schauspieler punkteten im Kühlhaus: Ungeplant kamen auch Gäste auf die Bühne, um ein Geburtstags-Ständchen aller Zuschauer für die Gruppe zu dirigieren.

Seit zehn Jahren trifft sich „Improgramm“ unter Leitung von Christian Sell. Einmal wöchentlich trainiert die Gruppe mit insgesamt zwölf Spielerinnen und Spielern in den Räumen der Theaterschule ihre Spontanität und Kreativität oder probiert neue Spielformen aus. Angereichert wird das Training durch monatliche Gesangsübungen, die Wolfgang Strehlow leitet.

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erstellt am 21.Okt.2014 | 14:37 Uhr

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