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Engagierte aus Handewitt und Harrislee : Zahnärzte ohne Grenzen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Abenteuerliche Zahnbehandlung im Paradies der Kapverden: 220 Zähne in nur zwei Wochen gezogen

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2016 | 19:00 Uhr

„Bei so einem Projekt kriegt man einfach das Gefühl, dass der Beruf wirklich einen Sinn hat“, sagt die Zahnmedizinische Assistentin Regina Silberhorn und erinnert sich an ihre zwei Wochen auf den Kapverden, einer Inselgruppe im Atlantik. Im Rahmen der „Dentists without limits foundation“ (DWLF) nahm sie sich Urlaub von der Praxis Steffens/Schwedler in Harrislee. Zusammen mit ihrer ehemaligen Kollegin Monika Kienaß, Zahnärztin in Handewitt, reiste sie auf die Hauptinsel Santiago. Dabei leisteten ihnen die zwei süddeutschen Zahnärzte Antreas Karajan und Rüdiger Zier Unterstützung.

Die meisten Menschen vor Ort können sich keine zahnärztliche Behandlung leisten. DWLF schickt mehrmals im Monat professionelle Zahnärzte in die Regionen. Es wird versucht, möglichst vielen Menschen eine fachgerechte zahnmedizinische Behandlung kostenfrei zukommen zu lassen.

Monika Kienaß betreut bereits seit vielen Jahren ein von ihr ins Leben gerufenes Kindergartenprojekt auf der Inselgruppe. Die Wahl des Standorts war somit schnell getroffen. „Meine Freundin und Kollegin Monika hat mir die Gelegenheit gegeben, einen langjährigen Wunsch zu erfüllen. Ich wollte schon als junges Mädchen in der Entwicklungshilfe arbeiten“, sagt Silberhorn.

Mit dem Projekt haben sich die vier Helfer auf ein kleines Abenteuer eingelassen. Denn die Arbeitsbedingungen auf den Kapverden könne man nicht mit denen in Deutschland vergleichen. Die Zahnmedizinische Fachangestellte aus Harrislee erinnert sich schmunzelnd an den improvisierten Praxisraum, der eigentlich viel zu klein war. 220 Zähne wurden gezogen – eine Zahl, die in Deutschen Praxen nicht einmal in einem Jahr erreicht wird. Die Menschen vor Ort sind sehr dankbar für die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer. Da nicht immer die gleiche Sprache gesprochen wird, sind Gestik und Mimik entscheidend, um Beistand, aber auch Freude zu zeigen.

Es werden immer Spendengelder zur Materialbeschaffung benötigt. Für Regina Silberhorn ist es selbstverständlich zu helfen: „Jeder kann, selbst wenn es nur 10 Euro sind.“ Für sie stand schon auf dem Hinflug zu den Kapverden fest, im nächsten Jahr wieder für „Zahnärzte ohne Grenzen“ in einem bedürftigen Gebiet unterwegs zu sein.

>Weitere Informationen unter www.dwlf.org

Spendenkonto der  Stiftung Zahnärzte ohne Grenzen bei der  Evangelischen Bank

 IBAN: DE83 5206 0410 0005 3024 71

 BIC: GENODEF1EK1




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