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Einschulung 2015 : Zahl der Erstklässler steigt stark an

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für 891 Jungen und Mädchen beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die Unesco-Projektschule in Weiche hat doppelt so viele Anmeldungen wie 2014.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 08:00 Uhr

Flensburg | Bunte Schultüten, fröhliche Kinder sowie stolze Eltern, Geschwister und Großeltern – der erste Schultag hat gestern für die neuen Erstklässler in Flensburg und Harrislee begonnen. 891 Jungen und Mädchen drückten zum ersten Mal die Schulbank, auch wenn noch kein richtiger Unterricht stattfand. Aufgeregt liefen die Kleinen über den Schulhof und wurden von Vater oder Mutter fotografiert. Viele von ihnen begleiteten die Sprösslinge sogar ins Klassenzimmer – ein Privileg, das ihnen nur am Tag der Einschulung zusteht.

An der Unesco-Projektschule in Weiche beginnt für 67 Kinder das Schülerleben. Im Vorjahr waren es mit 34 fast nur halb so viele. Die wachsende Schülerzahl hat aber nichts mit den in Flensburg zugezogenen Flüchtlingen zu tun. Schulrat Hans Stäcker erklärt, dass die Schulen „in einem Jahr viele, im Jahr darauf weniger Anmeldungen haben“. In Weiche hätten die Eltern neben der Unesco-Schule auch die Grundschulen in Harrislee und Handewitt zur Auswahl. Viel läuft dort über Mundpropaganda. „Wenn ein Elternteil im Kindergarten erzählt, dass die Harrisleer Schule gut ist, dann werden die meisten Kinder dort angemeldet.“ In diesem Jahr kann die Mundpropaganda etwa der Schule in Weiche geholfen haben. Die Gartenstadt hat außerdem seit der Jahrtausendwende ein Neubaugebiet mit 1000 Wohnungen und rund 3000 Bewohnern entwickelt. Fenger zufolge gehöre die Schule zum Stadtteil, ihre Verankerung sei wichtig.

Die 67 Schüler der Unesco-Schule werden in drei Klassen aufgeteilt. Schulleiter Gerhard Fenger freut sich über die hohe Zahl der Erstklässler. „Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr auf insgesamt 200 Grundschüler kommen“, sagt er.

Stäcker lobt die gute Arbeit, die die Schule unter Fenger geleistet habe. Auch Fenger weiß dies zu schätzen: „Unsere Schule ist gut aufgestellt“, erzählt er. „Wir bieten eine Betreuung für die Kleinen an und haben zum Beispiel einen Kunstraum.“ Das sei für eine Grundschule nicht selbstverständlich. Außerdem sei ein neuer Fußballplatz für die Jungen und Mädchen eingerichtet worden.

Nicht nur die Grundschule in Weiche, sondern auch die anderen Schulen in der Stadt verzeichnen meist steigende Schülerzahlen – allen voran die Schule Friedheim (2015: 78; 2014: 61). Das Schlusslicht bilden in diesem Jahr die Schule auf der Rude sowie die Ostseeschule mit je 24 Erstklässlern. An der Schule Ramsharde nehmen neben den regulären neuen Schülern auch neun Flüchtlingskinder am Unterricht teil. Sie sind zuvor im DaZ-Zentrum der Schule auf den Regelunterricht vorbereitet worden (DaZ = Deutsch als Zweitsprache) und werden nun ins Schulleben integriert. Bei ihnen stehen Fächer wie Kunst, Sport, Musik, Mathematik oder auch Englisch auf dem Stundenplan, denn dort haben sie weniger mit Sprachproblemen zu kämpfen.

Die Waldorfschule begrüßt 49 neue Jungen und Mädchen, darunter sind acht Förderschüler. Vor einem Jahr verzeichnete der Geschäftsführer des Trägervereins Henning Fitsch 43 neue Erstklässler, turnusmäßig ohne Förderzweig.

An den dänischen Schulen in Flensburg und Harrislee wurden insgesamt 156 Kinder eingeschult, die meisten davon an der Jørgensby-Skole (40) und der Harreslev Danske Skole (37). Die kleinste Klasse wurde an der Kobbermølle-Skole in Harrislee eröffnet. Dort werden lediglich vier Schüler unterrichtet – 2014 waren es sechs.

 

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