Lieder, Sketche, Kabarett : Wortspiele bis unter die Gürtellinie

Selbst als „Die drei Tenöre“ wagten sich Michael Wempner (v.r.), Dirk Magnussen und Holger Obbelode auf die Bühne.
Selbst als „Die drei Tenöre“ wagten sich Michael Wempner (v.r.), Dirk Magnussen und Holger Obbelode auf die Bühne.

Die drei Künstler der „Broschmann & Finke Company“ begeistern ihr Publikum in Handewitt mit der Imitation berühmter Persönlichkeiten.

shz.de von
16. Dezember 2013, 17:45 Uhr

Lieder, Sketche, Kabarett und selbst ein „Magier“ – die neue Show „Wär’ ja gelacht“ der „Broschmann & Finke Company“ sorgte im Forum der Handewitter Grundschule für zahlreiche Lachsalven. Und es artete in Akkord-Arbeit aus, als sich Dirk Magnussen, Michael Wempner und Holger Obbelode zu Beginn der Vorführung vornahmen, alle Besucher per Handschlag zu begrüßen. An zwei Abenden wurden insgesamt 170 Tickets verkauft – und das Publikum bewies, dass es weder „fernsehgeil“ noch „radioaktiv“ war.

Das Künstler-Trio tauchte mit einer goldenen Kugel ins Märchenreich ein und jonglierte mit Wortspielen, die auch mal unter die Gürtellinie abdrifteten. „Bei dem Gedanken bekam der Froschkönig ein Rohr, äh, ein offenes Ohr.“ In einer eigenwilligen Handpuppen-Inszenierung lebten die vier Bremer Stadtmusikanten auf – mit einem Esel, der nicht pfeifen konnte, einem Ausdenk-Hund, einer zwei Mal überfahrenen Katze und einem heißen Hahn mit „Westerwelle“. Für Holger Obbelode war es eine Leichtigkeit, viele Filmtitel in eine Geschichte zusammenzufügen. „Das Boot“ Gelegenheit zum Mitzählen.

In einer aktuellen Folge von „Brofi-History“ lüftete „Guido Knopp“ eine archäologische Sensation. Bei einer Ausgrabung in Jerusalem seien zwei Tagebücher gefunden worden, die Jesus von Nazareth zugeschrieben werden. Die haarscharfe Analyse eines dänischen „Historikers“, die manche Intimitäten aus der Zeit vor 2000 Jahren verriet, entwickelte sich zu einer Persiflage auf die Stern-Blamage um die vermeintlichen Hitler-Tagebücher.

Es ging durchaus auch „religiös“ zu. Gregorianische Klänge hallten durch das Forum. So kurz vor Heiligabend predigte ein Priester in der gerade eingeweihten „Kirche zum Scheinheiligen-Geist“, während ein Beutel für die Kollekte durch die Sitzreihen wanderte. Und zum Finale wurde ein plattdeutsches Weihnachtslied gesungen und schließlich in einer angesäuselten „Spätabends-Version“ geschmettert.




>Der Kulturring Handewitt bietet schon bald ein weiteres Highlight an: Am 1. Februar kommt Kabarettist Hans Scheibner ins Freizeitheim Weding.

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