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Flensburger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 09:28 Uhr

Munketoft : Wohnraum für 88 Studenten

vom

Alte Schokoladenfabrik am Munketoft macht Platz für einen Neubau. Baubeginn im Herbst möglich.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 07:30 Uhr

Flensburg | Selten lief ein Bauvorhaben am Ende so geschmeidig durch den gewöhnlich kritisch aufgelegten Planungsausschuss wie die Schokoladenfabrik. Nachdem Architekt Axel Waltje (Asmussen & Partner) das Bauprojekt zügig vorgestellt hatte, reagierte der Ausschuss mit spontanem Applaus. Fragen gab es nicht, dafür aber eine fast einstimmige Zustimmung. Im Herbst kann der Selbsthilfe-Bauverein (SBV) voraussichtlich mit dem Abriss der ehemaligen Fabrik und dem Neubau eines fünfstöckigen Backsteingebäudes für 88 Studenten-Wohnungen beginnen.

Der Knackpunkt war schon vor einigen Wochen gelöst worden. Von der Idee, das Fabrikgebäude zu sanieren und umzubauen, musste man sich frühzeitig verabschieden. Zu teuer, ließ SBV-Chef Raimund Dankowski vor einigen Wochen den Ausschuss wissen. Also Abriss und Neubau.

Das Projekt ist so etwas wie der Startschuss in ein städtebauliches Mega-Projekt. In rund 15 Jahren will die Stadt das Bahnhofsumfeld in ein völlig neues innenstadtnahes Wohnquartier mit Gewerbe umwandeln. Das kürzlich festgelegte Sanierungsgebiet reicht fast bis ans Deutsche Haus; auch das Grundstück Munketoft 7 gehört dazu. Es liegt am südlichen Rand des Blocks, der aus Helenenallee, Bahnhofstraße, Munketoft und Waitzstraße gebildet wird. Die größte Veränderung wird für die Randbebauung der Bahnhofstraße erwartet.

Der Entwurf von Asmussen & Partner sieht ein fünfstöckiges Gebäude vor. Die Fassade, so erläuterte es Architekt Waltje, nimmt die Formensprache des nahe gelegenen Deutschen Hauses, aber auch des Bahnhofs auf; da lag es nah, auch für dieses Haus einen roten Backstein zu wählen. Der östliche Teil des Hauses wirkt vierstöckig, weil das fünfte Geschoss etwas zurückweicht. Damit orientiere man sich an der Höhe des gegenüber liegenden Gründerzeit-Hauses, so Waltje. Auch kann auf diese Weise eine kleine Dachterrasse integriert werden. Richtung Bahnhofstraße weist die Fassade einen leichten Knick auf und wird dadurch aufgelockert. Die südwestliche Ecke des Hauses kragt aus.

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