Dollerup : Wohngebiet mit Ausbaureserve

Die von der Änderung des F-Plans für Dollerup betroffene Fläche ist in grün und blau dargestellt, der B-Plan bezieht sich nur auf die grüne Fläche.
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Die von der Änderung des F-Plans für Dollerup betroffene Fläche ist in grün und blau dargestellt, der B-Plan bezieht sich nur auf die grüne Fläche.

Die Gemende bringt die erforderlichen Planänderungen auf den Weg. Die bisher vorgesehenen Windeignungsflächen sollen unbedingt erhalten bleiben.

shz.de von
29. März 2017, 12:40 Uhr

Dollerup | Die anhaltende Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken war der Auslöser. Um auf sie zu reagieren, entschied sich die Gemeindevertretung Dollerup auf ihrer ersten Sitzung 2017, ein neues Baugebiet auszuweisen. Dazu wurden mit Aufstellungsbeschlüssen zur Änderung des Flächennutzungsplans (F-Plan) und zum Bebauungsplan (B-Plan) „Möllhye“ die ersten Schritte eingeleitet.

Dem vorausgegangen war, wie Yvonne Spring-Renken als Leiterin des Bau- und Ordnungsamtes erläuterte, eine Untersuchung, wo im Innenbereich des Ortes noch Entwicklungsmöglichkeiten vorhanden sind. Bei zwölf Baulücken ergab sich aber nur in zwei Fällen eine kurzfristige Verfügbarkeit. Darüber hinaus wurden durch eine Analyse fünf mögliche Flächen identifiziert. Die einzige ohne Hemmnisse und schließlich ausgewählte liegt südlich der Krimstraße und östlich des Gebietes „Ostertoft“.

Die Gemeinde hatte das etwa 2,1 Hektar große Grundstück, dessen Name „Möllhye“ auf eine alte Flurbezeichnung zurückgeht, im vergangenen Jahr gekauft und will es jetzt im Flächennutzungsplan insgesamt für Wohnbauzwecke ausweisen. Der Bebauungsplan erstreckt sich hingegen nur auf den westlichen Teil mit einer Fläche von 1,2 Hektar. Dort sind
13 Baugrundstücke vorgesehen. Der östliche Teil bleibt als Reserve zunächst frei.

Im Süden der Gemeinde ist laut
F-Plan ein Bereich für die Nutzung von Windenergie ausgewiesen. Dort besteht ein Bürgerwindpark mit fünf Anlagen. Ein Entwurf der Landesplanung sah vor, diese Fläche zu verkleinern. Dagegen hatte sich die Gemeindevertretung im vergangenen Jahr durch eine Stellungnahme zur Teilfortschreibung des Landesentwicklungs- und des Regionalplans zum Sachthema Windenergie ausgesprochen. Ihr Votum blieb aber unberücksichtigt.

Mit einer weiteren qualifizierten Stellungnahme will sie nach Aussage von Bürgermeister Peter-Wilhelm Jacobsen ihre Absicht erneut in das laufende Beteiligungsverfahren einbringen. „Ziel ist der Erhalt der gegenwärtigen Fläche und das auch im Fall von Repowering.“ In diesem Zusammenhang äußerte der Bürgermeister deutliches Unverständnis darüber, dass der Begriff „Innenbereich“ bei der Landesplanung anders definiert werde als im Rahmen von Bauleitplanungen. Konkret geht es dabei um unterschiedliche Grenzziehungen mit Auswirkungen auf einzuhaltende Mindestabstände.

Vor fünf Jahren wurde die gemeindliche Haushaltsführung auf „Doppik“ umgestellt. Nach äußerst aufwendigen Vorarbeiten liegt nun die Eröffnungsbilanz 2012 vor und wurde einstimmig verabschiedet. Sie beläuft sich auf eine Gesamtsumme von 4,45 bei einem Eigenkapital von 1,44 Millionen Euro.

Zu Beginn der Sitzung hatte Gesche Petersen-Kunze als Vorsitzende des Dorfausschusses angekündigt, dass am Wochenende 17./18. Juni das Dorffest stattfindet. Für den 2. September ist zusammen mit Grundhof eine Jugendfahrt zu den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg vorgesehen. Der Bebauungsplan Nr. 2 „Schulstraße  /  Neue Straße“ wurde aufgehoben. Ein in diesem Bereich liegendes Grundstück kann nun bebaut werden.

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