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Stadtteilforen in Flensburg : Wohnen zwischen Hafen und Osbektal

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine neue Tageblatt-Serie befasst sich mit den Stadtteilforen in Flensburg. Die Fruerlunder wünschen sich mehr Pflege im Stadtpark und Fortschritte beim geplanten Familienzentrum.

Flensburg | In den Stadtteilen und Wohnquartieren kennen und treffen sich die Flensburger, hier engagieren sie sich, packen mit an und gestalten den Lebensraum mit. In den meisten Stadtteilen sind Bürgerforen aktiv, zum Teil schon seit vielen Jahren. Allerdings hat noch nicht jeder Stadtteil ein eigenes Forum und nicht alle Foren passen trennscharf zu den offiziellen Stadtteilen. In einer Serie richtet die Stadtredaktion des Tageblatts den Fokus auf die Stadtteile und Wohnquartiere. Dazu haben wir die jeweiligen Bürgerforen befragt. Den Anfang macht heute Fruerlund.

 

 

Auf welchem Gebiet ist Ihr Stadtteil / Ihr Viertel 2015 vorangekommen?
• Nach gut acht Jahren „Runder Tisch-Fruerlund“ und Begleitung des Stadtteilumbaus im Sanierungsgebiet, Neustart des Forums mit über 60 interessierten Fruerlundern im Sommer.
• Anerkennung des Forums durch die Stadt Flensburg.
• Bürgerversammlung und Beginn der Integration von Flüchtlingen .
• Etablierung des Internetauftritt des Forums auf http://www.forum-flensburg-fruerlund.de/
• Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und allen anderen Foren
• Aktivierung von Einwohnern im Stadtteil für das Forum und dort definierter Kernaufgaben, wie beispielsweise in der Volkspark-Arbeitsgruppe mit Unterstützung des Verschönerungsvereins.


Was ist dagegen das größte Thema, das 2015 im Stadtteil liegen geblieben ist?
• Das Familienzentrum Fruerlund und die Zusammenführung der Grundschule mit der Kita Fruerlund in einem Neubau.
• Die Verkehrssituation um die Schulen herum. Es wälzen sich weiterhin zu den Schulbeginn- und -endzeiten Autolawinen mit teilweise überhöhten Geschwindigkeiten durch Fruerlund Nord.
• Die weiterhin angespannte Parkplatzsituation im Stadtteil. Insbesondere im Sanierungsgebiet wurde lediglich die Pflichtanzahl an Parkplätzen geschaffen.
• Der Volkspark wird aufgrund der zu niedrig eingeordneten Pflegestufe immer mehr zum Naturpark. Zahlreiche Flächen sind verwildert und nicht mehr zugänglich. Ehemals wundervolle Aussichtspunkte sind zugewachsen und lassen den Reiz am Park immer weiter vergehen. Gleichzeitig stehen aktive Einwohner bereit, selbst aktiv zu werden. Der Stadt ist es jedoch nicht möglich, aktive Einwohner in diese Aufgaben einzubinden, weil u. a. Haftungsfragen nicht zu klären sind.


Welches weitere Thema wollen Sie 2016 anpacken?
• Wiederherrichtung dreier Aussichtspunkte und Gedenksteine im Volkspark
• Aufstellung eines Schaukastens am Nahversorgungszentrum Fichtestraße
• Begleitung der Sanierung der Straßen Gerhard-Hauptmann-Straße und unteres Mühlenholz über Mittel des Sanierungsträgers.
• Initiierung von Optimierungen im Slupsk-Park (Kopfsteinpflaster und Beschilderung für Fußwege)
• Initiierung von Parkraum- und Verkehrsführungsoptimierungen im Stadtteil.
• Unterstützung des Antrages für ein Flüchtlingsfrühstück über Projektmittel gemeinsam mit der Bundeswehr und der Grundschule Fruerlund.
• Begleitung der Erweiterung der Mürwiker Werkstätten
• Begleitung der Entwicklung am Hafenostufer (Silos, Hotel, Harniskai)


Was ist die erste Frage Ihres Stadtteilforums an den/die künftige OB?
• Für die Einwohner wichtige Stadtteilprojekte scheitern oder werden verzögert, weil entscheidende Gelder in andere Projekte fließen (Beispiel: Familienzentrum Fruerlund). Eine Prioritätenliste der städtischen Projekte existiert nicht in der Öffentlichkeit. Einem OB, dem die Stadtentwicklung am Herzen liegt, sollte es gelingen, die Foren vor Ort ein bis zweimal im Jahr zu besuchen. Wie viel Wert werden Sie auf eine nachhaltige und kontinuierliche Kommunikation mit den aktiven Einwohnern im Stadtteil legen?
Welches Thema in Ihrem Stadtteil hätte mehr Aufmerksamkeit verdient?
• Das Familienzentrum Fruerlund, ganz aktuell auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Flüchtlingszahl im Stadtteil
• Wiederherstellung des Gebietes Volkspark zur Naherholung für alle Flensburger im Zusammenspiel mit den Neubauten am Wasserturm
• Integration des Gebietes Fruerlundhof als Naherholungsfläche mit Zugang zum Ententeich, sowie der Wald- und Obstflächen. Die Stiftung Fruerlundhof bietet diesbzgl. eine große Chance für den Stadtteil.
• Transparente Bauzeitenplanung für jede öffentliche Baustelle im Stadtteil. Aufgaben und Planungen denen die Stadt Flensburg in den jeweiligen Stadtteilen nachkommt oder auch nicht nachkommt sollten durch die Stadt klar dem Forum gegenüber rechtzeitig kommuniziert werden.

Stadtteilforen Teil 3: Jürgensby

Stadtteilforen Teil 2: Weiche

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erstellt am 30.Dez.2015 | 14:12 Uhr

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