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Flensburg : Wo neue Kitaplätze entstehen sollen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Stadt drückt bei der Kita Hohlweg aufs Tempo und die freien Träger hoffen auf eine möglichst auskömmliche Finanzierung.

Flensburg | Entschieden ist noch nichts – aber auf dem schwierigen Weg für mehr und qualitativ bessere Kita-Plätze in Flensburg sowie einer gerechteren Finanzierung hoffen Stadt und freie Träger, bei ihrer jüngsten Verhandlungsrunde am Freitag entscheidend vorangekommen zu sein. „Wir haben hart gerungen“, sagt Gerd Nielsen vom Evangelischen Kita-Werk, Sprecher der gut 50 freien Träger, die 77 Prozent der mehr als 3000 Kita-Plätze stellen. Vorgezeichnet sei nun ein beschriebener Weg, den es sich lohne, weiterzugehen. Bürgermeister Henning Brüggemann, Verhandlungsführer für die Stadt und ihre zehn Kitas, sieht jedenfalls, dass die freien Träger für 2015 einen finanziellen Nachschlag bekommen müssen: „Es besteht Einigkeit, dass die evaluierten Kosten über dem Wert der Modell-Kita liegt.“ Nun hofft er auf eine politische Lösung im Jugendhilfe- und im Finanzausschuss.

Zugleich ist klar, dass angesichts Hunderter Eltern auf der Suche weitere Plätze entstehen müssten. Fest steht bislang: Mit der Villa Roonstraße soll es schon im Juli oder August insgesamt 65 neue Plätze geben. Die Ostseeschule hat ebenfalls eine Förderung bekommen, diese 60 Plätze sollen im nächsten Jahr belegt werden können. In städtischer Trägerschaft werden die Kita Nordstadt, Südstadt und der Kindercampus an der Fruerlundschule weiter vorangetrieben. Damit sollen nach jetzigem Stand rund 130 neue Plätze in den nächsten Jahren geschaffen werden – vor allem dadurch, die die neuen Kitas größer sind als diejenigen, die dafür zum Beispiel an der Johannisstraße und der Helenenallee oder in Fruerlund langfristig aufgegeben werden sollen.

Dazu kommen dann noch die Planungen von Adelby1: In der alten Nospa-Filiale am Hafermarkt soll schon im Sommer eine 30-Platz-Kita ohne eigenes Außengelände starten, die nahe gelegene Grünflächen wie den Margarethenpark nutzen will. Auf dem Gelände des Wohnprojekts Freiland plant Adelby1 2017 eine Natur-Kita mit 40 bis 60 Plätzen und kleinem Sanitär-Gebäude. Eine größere Kita mit bis zu 100 Plätzen würde Frost zudem gern auf der Dreiecksfläche zwischen Werftstraße, Brauereiweg und Galwik-Park neben den Sportpiraten errichten. Doch nach Gesprächen gestern im Rathaus zeigt sich Adelby1-Chef Heiko Frost nicht mehr ganz so optimistisch: Das Schaffen neuer Kita-Plätze sei bei den Verhandlungen bislang noch gar nicht geregelt, bemängelt Frost: „Wenn ich ein bisschen Glück habe, bekomme ich ein bisschen Zuschuss.“ Hier müsse sich noch mehr bewegen.

Gerd Nielsen indes ist erst einmal froh, dass die Themen auf dem Tisch liegen, mit denen sich die Qualität steigern soll: Es geht um die Mittagsverpflegung (Catering oder frische Zubereitung), den Sanierungsstau bei den Gebäuden sowie der Personalschlüssel (1,5 oder 1,7 oder 2 Mitarbeiter pro Kita-Gruppe). Außerdem geht es um die Frage, ob auch Betreuung in der neunten und zehnten Stunde gefördert wird, falls sie denn angeboten werden kann.


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erstellt am 12.Apr.2016 | 14:30 Uhr

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