zur Navigation springen

Sozialatlas Flensburg 2017 : Wo Flensburg am stärksten wächst

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit ihren Neubaugebieten sind vor allem Weiche und Tarup größer geworden – den stärksten Einwohnerzuwachs aber meldet die Nordstadt

Tarup und Weiche, die Stadtteile mit den großen Neubaugebieten mit Südwesten und Südosten, haben die Neustadt als den am stärksten wachsenden Stadtteil abgelöst – jedenfalls prozentual: Tarup vergrößerte seine Einwohnerzahl zwischen 2006 und 2016 um fast ein Viertel (23,7 Prozent) auf 4462. Das geht aus dem Sozialatlas hervor, den Stadtteil-Koordinatorin Heike Gieselmann am Montagabend im Sozialausschuss vorstellte. Weiche wuchs demnach mit dem Motor Gartenstadt um rund ein Fünftel (19,9 Prozent), hat die Bewohnerzahl innerhalb eines Jahrzehnts um 1219 auf 7336 Bürger erhöht. Nur die Nordstadt (plus 13,1 Prozent) registrierte in absoluten Zahlen (1371 auf 11  851) einen größeren Anstieg. Einziger schrumpfender Stadtteil unter den 13 Flensburger Quartieren ist seit zehn Jahren Engelsby. Dort verringerte sich die Bevölkerung von 7924 im Jahr 2006 auf zuletzt 7565.

Insgesamt ist Flensburg bis zum Jahreswechsel 2016/2017 auf 94  227 Einwohner gewachsen. Dabei rechnet die Stadt mit den Zahlen ihres eigenen Meldeamtes (und nicht mit denen des Zensus, gegen den Flensburg immer noch klagt). Demnach lebten zum Jahreswechsel in Flensburg 6851 Einwohner mehr als vor zehn Jahren. Statistisch seien dafür vor allem zwei Entwicklungen verantwortlich: Flensburgs Hochschulen zählen mehr als 2000 Studenten mehr als 2006. Und: Die Zahl der Einwohner mit ausländischer Staatsangehörigkeit sei in den vergangenen fünf Jahren um 4800 auf 11  458 gewachsen. Zähle man zu dieser Gruppe die Personen mit ausländischen Wurzeln und deutschen Pass dazu, seien es sogar mehr als 22  000 Einwohner – fast ein Viertel der Flensburger Bevölkerung.

Heike Gieselmanns Fazit: Flensburg wachse in fast allen Stadtteilen – und die Stadt werde zunehmend internationaler und studentischer, aber auch älter. Das illustrierte Gieselmann anhand eines Vergleichs zweier Alterspyramiden Flensburgs – der von 2016 und der von 2006. Erkennbar wird dabei zweierlei: Die Gruppe der 20- bis 30-Jährigen ist nochmal deutlich größer geworden als vor zehn Jahren. Der zweite Schwerpunkt, der der Babyboomer, der 2006 noch bei rund 40 Jahren lag, zeigt sich nun bei etwa 50 Jahren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert