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Flensburger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 11:45 Uhr

Sozialatlas 2014 : Wo Flensburg am jüngsten ist

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Laut Sozialatlas wächst Tarup am stärksten, die Neustadt ist am jüngsten und Mürwik bleibt der mit Abstand größte und älteste Stadtteil.

shz.de von
erstellt am 19.Nov.2014 | 12:00 Uhr

Ob nun die auf unter 82 258 Einwohner korrigierten Zensus-Berechnungen von 2011 stimmen oder doch die weiter fortgeschriebenen Daten aus dem städtischen Meldeamt: Flensburg wächst weiter. Nach dem diese Woche im Sozialausschuss vorgestellten Sozialatlas hat die Bevölkerungszahl bis Ende 2013 um 449 auf 90628 Einwohner zugenommen. Und seitdem ist sie bis November 2014 noch einmal um fast 700 Menschen größer geworden. Gestern nannte Stadtsprecher Clemens Teschendorf aktuell genau 91 321 Einwohner. Dabei dürften die neuen Erstsemester an Uni und Fachhochschule entscheidend dabei geholfen haben, dass Flensburg erstmals im neuen Jahrtausend über 91 000 Einwohner zählt. „Seit 1999 steigt die Bevölkerungszahl stetig an“, berichtete Josephine Ludwicki, die den Report erstmals erstellt hat, aber auf die Systematik der Vorjahre zurückgriff, im Sozialausschuss und ergänzte: „Wir haben die höchste Einwohnerzahl seit über 25 Jahren.“

Bei den Geburten gibt es dennoch einen negativen Trend. 775 Babys im Jahr 2013 waren 102 weniger als im Vorjahr. Nach einem Höchststand von 961 Geburten 1996 war die Zahl bis 2004 auf 665 gesunken und 2012 wieder auf 877 angestiegen. Besonders hohe Geburtenquoten (Anzahl der Lebendgeborenen je 1000 Frauen zwischen 15 und 45 Jahren, siehe Tabelle) verzeichneten Weiche (57,7), Mürwik (51,5) und Engelsby (48). Die mit Abstand niedrigste Quote mit 11,6 meldet der Sandberg. Dieses Viertel zählt aufgrund der Nähe zum Campus fast ein Drittel Bewohner (1963; 32,7 Prozent) zwischen 18 und 30 Jahren – eine Quote, die lediglich von Alt- und Neustadt (36,7 bzw. 33,2) übertroffen wird.

Mürwik ist nicht nur Flensburgs größter, sondern auch mit Abstand ältester Stadtteil. Zwischen 2002 und 2013 wuchs der Anteil der Einwohner ab 65 Jahren hier um nahezu 1000 auf 4029. Damit sind 28,1 Prozent der Mürwiker 65 Jahre und älter. Auf der Westlichen Höhe sind dies 24,4 Prozent, auf dem Sandberg oder in Weiche jeweils 18,3 Prozent, in der Altstadt 11,5 und in der Neustadt neun Prozent.

In Flensburg lebten 2013 insgesamt 18267 Menschen mit Migrationshintergrund (minus 1305 gegenüber 2011) – das sind 20,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Davon haben 11 160 die deutsche Staatsbürgerschaft. Die höchste Quote hat die Nordstadt mit 30,1 Prozent, die niedrigste der Sandberg mit 14,5 Prozent.

Deutlich um 1052 auf 11 890 ist die Zahl der Personen gestiegen, die auf Grundsicherung angewiesen sind. Ältere Menschen sind am stärksten in der Neu- und Nordstadt (15,7 bzw 10,1 Prozent) auf Grundsicherung angewiesen. In Tarup (1,6), Weiche (2,2) und auf der Westlichen Höhe (2,7) sind die Quoten am niedrigsten.

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