Windjammer bringt Linie-Rum Rum kommt

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16. Juni 2014, 18:59 Uhr

Eines ist sicher: Das große grüne Segelschiff hat gestern etwas ganz Besonderes mit von Übersee an die Förde gebracht. Der deutsche Windjammer „Alexander von Humboldt II“ – für Flensburger kurz „Alex II“ – machte gestern erstmals nach seiner großen Winter-Auslandsreise wieder in Flensburg fest. An Bord ein 200-Liter-Fass mit feinstem hiesigen Rum. Das Alex-Vorstandsmitglied der Windjammer-Stiftung aus Bremerhaven hatte die Idee anlässlich eines Flensburg-Besuchs der grünen Bark ins Spiel gebracht, und das Rum-Haus aus der „Marienburg“ in der Altstadt war die hochprozentige Partnerschaft mit dem Windjammer sofort eingegangen. Für die Chefin Astrid Schlesinger neben Rumhaus-Herr Martin Johannsen (Foto, rechts) eine tolle Sache. „Schließlich kam der Rum ja auch im 19. Jahrhundert genau auf diesem Weg zu uns: an Bord von Segelschiffen in Eichenfässern.“ Temperaturschwankungen, Meeresklima und die steten Bewegungen des Schiffes sollen dem Rum ein Aroma verleihen, das mit den bekannten Produkten aus industrieller Fertigung nicht zu vergleichen ist. „Der Rum war drei, vier Monate unterwegs, ehe er hier weiterverarbeitet wurde. Das fällt ja heutzutage alles weg“, sagt Schlesinger. In den aus diesem Fass gewonnenen Flaschen ist nun alles wieder drin. Kapitän Tilmann Hebekus (54; Foto) lieferte das verplombte Fass nach einer Reise um die halbe Welt. Der Roh-Rum schwabbelte auf dem Mittelmeer, vor den Kanaren, Kap Verden, nach Brasilien, Trinidad & Tobago, zu den Cayman Islands, nach Kuba, den Bahamas, Bermudas und über die Azoren zurück nach Flensburg.

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