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Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 18:41 Uhr

Flensburgs Müll : Windeln in der gelben Tonne

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Firma Veolia Umweltservice entsorgt über 3000 Tonnen Müll pro Jahr in Flensburg. Fehlbefüllungen verursachen Schäden in der Sortieranlage.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2016 | 08:45 Uhr

Flensburg | In Flensburg fallen jährlich 40 800 Tonnen Müll an. Das Technische Betriebszentrum (TBZ) sowie die Firma Veolia Umweltservice sollen dafür sorgen, dass dieser umweltgerecht verwertet und ordnungsgemäß entsorgt wird. In einer Serie befasst sich das Tageblatt mit dem Thema Abfallwirtschaft und informiert über die richtige Entsorgung in den dafür vorgesehenen Tonnen und Recyclinghöfen. Heute: Die gelbe Tonne. Wie an der Perlenschnur aufgereiht stehen die gelben Tonnen am Straßenrand in der Kappelner Straße. In Sichtweite ist das Sammelfahrzeug der Firma Veolia Umweltservice, das die Tonnen leert. Jeweils drei Mitarbeiter sind in drei Fahrzeugen unterwegs und sammeln den Müll zwischen 6 und 16.30 Uhr ein. Alle zwei Wochen werden die Tonnen geleert. Die Anwohner erfahren mittels des Abfuhrplans, wann sie ihre Tonnen an den Straßenrand stellen müssen. Denn nur von dort werden sie von den Fahrern abgeholt. Stehen sie nicht an der geforderten Stelle, werden sie nicht mitgenommen. „Wir gehen nicht aufs Grundstück“, stellt Matthias Scherff, Veolia-Betriebsleiter in Flensburg, klar. Die Leerung der gelben Tonne ist kostenlos. Wer aber die Müllbehälter nicht wegbewegen kann, habe die Möglichkeit, einen Holservice zu beantragen. Dieser kostet 45 Euro im Jahr.

In Flensburg fallen pro Kopf 43 Kilogramm Müll im Jahr an. Auf alle Einwohner verteilt sind das über 3000 Tonnen Abfall. Als Grund für das erhöhte Müllaufkommen in der Stadt sieht Scherff unter anderem die Neubaugebiete, durch die es mehr Tonnen gibt.

Ein Drittel aller gelben Tonnen in Flensburg ist Scherff zufolge falsch befüllt. Nicht selten finden die Fahrer dort Windeln Bioabfälle, Zigaretten, Staubsaugerbeutel oder Schuhe. Dann muss der Bürger sie nachsortieren. In Mehrfamilienhäusern ist der Hausverwalter dafür zuständig. Er kann eine kostenpflichtige Sonderleerung beantragen. Meist werden die Extrakosten dann auf die Mieter abgewälzt, sagt Scherff. Warum die Menschen Restabfall in die gelbe Tonne werfen, kann er sich nicht erklären. Andere wiederum sind sehr gründlich und spülen Joghurtbecher vor der Entsorgung aus. Das sei Scherff zufolge aber nicht nötig. „Es hilft uns mehr, wenn der Deckel vom Becher abgezogen wird“, erklärt er.

Der Müll aus Flensburg wird nach der Sammlung in die Sortieranlage nach Hamburg gebracht. Dort läuft der Abfall über 300 Meter lange Förderbänder. Für die Anlage sind Fehlbefüllungen fatal, denn sie verursachen Schäden. So muss etwa der Schredder öfter gewartet oder ausgetauscht werden. „Die Maschine in Hamburg kann Holz zerkleinern, aber keinen Bauschutt.“

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