Verwirrung an der Baustelle : „Wildwest“ an der Osterallee

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15. Juli 2016, 11:03 Uhr

Da stehen sie nun vor der roten Ampel und warten auf Grün. Doch sie warten vergeblich. Denn diese Ampel bleibt rot. Es sei denn, ein Bus greift per Fernsteuerung ein, damit er passieren kann. „Grün nur für Busse“ steht denn auch handschriftlich unter einem Einbahnstraßenschild. Und das führt an der Osterallee, wo das TBZ mit Arbeiten an den Versorgungsleitungen beschäftigt ist, zu einem mittleren Chaos. Anwohner berichten von Rotlichtverstößen in Serie, Fahrten über den Bürgersteig und brenzligen Situationen, wenn Autofahrer in der Mürwiker Straße im letzten Moment links einfädeln wollen. Wer rechtzeitig schaltet, nimmt die Umleitung über Blücherstraße und Klosterholzweg. „Die Beschilderung ist in Ordnung“, betont TBZ-Sprecher Ralf Leese. Ursprünglich sei eine Vollsperrung geplant gewesen, mit Rücksicht auf den Busverkehr habe man eine einspurige Lösung mit Bedarfsampel gewählt. Noch bis zur zweiten Augustwoche werden die Arbeiten andauern. Bis dahin dürfen Beobachter weiter die Verstöße zählen. Die Wache von der gegenüber liegenden Schule Strategische Aufklärung meldet: „Mindestens 70 Delikte in einer Schicht.“ Und die dauert zwölf Stunden.

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