zur Navigation springen

Flensburger Servicehäuser : „Wildes Plakatieren“ für Awo-Kampagne

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Flensburger Servicehäuser nehmen den Pinsel selbst in die Hand

Sie kamen in weißen Maleranzügen, bewaffnet mit Pinsel, Kleister und jede Menge grüner Plakate. Die Leitungen der Flensburger Servicehäuser der Arbeiterwohlfahrt und einer ihrer Markenbotschafter der Kampagne „Fairwork“ haben an mehreren Stellen Flächen an der Hafenspitze plakatiert. Die Kampagne wurde auch im Rahmen des Sommerfestes am Sonnabend auf dem Sandberg vorgestellt. Sie soll das Image des Pflegeberufs insgesamt verbessern helfen.

„Wir setzen uns auf politischer Ebene seit Jahren für den verbindlichen Tarifvertrag Soziales beziehungsweise für einen Branchentarifvertrag Pflege sowie für eine zukunftsfähige, solidarische Pflegeversicherung in Form der Bürgerversicherung ein“, betont Uwe Braun, Leiter der Awo Pflege. Regionale Personalengpässe und permanente Qualitätskontrollen würden das Leben in den Diensten und Einrichtungen allerdings nicht leicht machen. „Statt Wertschätzung für ihre Arbeit zu erhalten, werden und fühlen sich Pflegekräfte zu häufig öffentlich angeprangert und für die strukturellen Missstände zur Verantwortung gezogen“, mahnt Uwe Braun.

Eines der Plakate zeigt Abou Thio von der Elfenbeinküste. Er hat im Oktober 2016 die Ausbildung zum Altenpfleger begonnen. „Ich hatte schon vor der Ausbildung Erfahrungen im sozialen Bereich gesammelt, bei den Mürwiker Werkstätten für Menschen mit geistigen Behinderungen“, sagt er. Danach habe er gewusst, dass er einen Beruf möchte, in dem er mit Menschen arbeite. „Das tue ich nun – und würde die Entscheidung wieder treffen!“

„Die Pflege ist ein zukunftssicherer Beruf“, wirbt Uwe Braun. „Wir möchten mit dieser Kampagne auch deutlich machen, dass die Pflege alter Menschen besser als ihr Ruf ist.“ Rainer Mühe, Gesamtleiter der Flensburger Servicehäuser, ergänzt: „Wenn junge Menschen wie Abou Thio sich für den Beruf begeistern können, haben wir schon viel erreicht.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen