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Neues Konzert-Format : Wiener Klassik am Vormittag

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am 6. Oktober beginnt eine neue saisonale Konzert-Reihe am Landestheater – für Frühaufsteher. Der Generalmusikdirektor moderiert das Programm aus Klassikern und Neu-Entdeckungen.

Peter Sommerer stellt sich das neue Konzert-Format ungefähr so vor: „Als würde man sich zu Hause ins Wohnzimmer ein Orchester hineinsetzen...“ Neu- und Wiedereinsteiger, in jedem Fall Menschen, denen die abendlichen Konzerte mit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester zu spät sind, lädt der Generalmusikdirektor (GMD) zur ersten „Klassik im Herbst“ am Sonntagvormittag des 6. Oktober.

Ab 11.15 Uhr wird Peter Sommerer im Stadttheater Flensburg dann ein „vergrößertes Kammerorchester“ durch ein Programm mit Stücken von Hüttenbrenner (1794-1868), Schubert (1797-1828) und van Beethoven (1770-1827) dirigieren. Idee und Wunsch seien gewesen, die Wiener Klassik zu fördern, erklärt der Österreicher den Hintergrund. Sowohl buchstäbliche Klassiker als auch Stücke für Neu-Entdeckungen präsentiert das Orchester deshalb. Eine Einführung zu den anderthalb Stunden werde es nicht geben, stattdessen moderiere er, sagt Sommerer.

Vom Schubert-Freund Anselm Hüttenbrenner hat der GMD die Ouvertüre der Oper „Lenore“ ausgewählt. Im Vorjahr habe er das Werk des Grazer Landsmannes ebenda, in Graz, zum ersten Mal dirigiert. Sommerer beschreibt es als „sehr theatralisch“ ganz im Stile Schuberts. Peter Sommerer blickt in die Historie: Den „größten Beifall“ fand 1835 Oper „Lenore“ nach der gleichnamigen Schauer-Ballade des Dichters Gottfried August Bürger aus dem Jahr 1773, in der Ritter Wilhelm als Untoter seine Braut Lenore entführt. Ihr Ritt durch die Nacht, auf dem ihnen viele andere Geister und „Gesindel“ begegnen, endet im Totenreich. Man höre in der Musik im Herbst die „Geisterstunde“, den wilden Ritt, aber auch lyrische Musik der Romantik, die Zuneigung des „Untoten“ zu seiner Braut.

Vom „richtigen“ Franz Schubert werden Auszüge aus der Schauspielmusik zu „Rosamunde“ zu hören sein, und zwar die Ballettmusik Nr. 1, Entracte II, Hirtenchor, Entracte III und Jägerchor – natürlich mit Beteiligung des Opernchors. Dieser singt auch beim krönenden Abschluss durch Ludwig van Beethovens Chorfantasie in c-Moll, kündigt Sommerer an und ergänzt Peter Geilich als Pianisten.

Die neue Matinee-Reihe unterscheidet sich nicht nur in Zeit und Ort von den regulären Sinfoniekonzerten. Auch der Preis ist ein anderer: 18 Euro Eintritt zahlen die Zuhörer. Für Schüler und Studenten kostet eine Karte sogar nur 5 Euro, erinnert der junge Generalmusikdirektor. Und er gibt einen Ausblick auf die Fortsetzung der Reihe. Im März des nächsten Jahres lockt er zur „Klassik im Frühling“, und zwar mit einer Ouvertüre von Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozarts Oboenkonzert und Schuberts Unvollendeter.

www.sh-landestheater.de

 

 

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erstellt am 02.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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