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Flensburger Tageblatt

21. November 2017 | 02:05 Uhr

Wieder Gartenlauben in Flammen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kolonie in der Finkenstraße ist zum dritten Mal Schauplatz von Bränden geworden / Die Kripo ermittelt wegen Brandstiftung und sucht Zeugen

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 08:05 Uhr

Erneut sind am Dienstagabend zwei Gartenlauben in Flensburg in Flammen aufgegangen. In der Kleingartenkolonie Finkenstraße alarmierten Passanten zum ersten Mal gegen 19.45 Uhr die Feuerwehr, zweieinhalb Stunden später musste der Löschzug erneut ausrücken. Wieder brannte eine Laube an der Finkenstraße.

Das Gebäude brannte binnen kürzester Zeit lichterloh – und dies nur wenige Meter vom vorherigen Einsatzort entfernt. Wieder bauten die Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr Klues über rund 200 Meter eine Wasserversorgung auf und begannen unter schwerem Atemschutz mit der Brandbekämpfung. Rund 45 Minuten später war auch dieses Feuer gelöscht. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Lauben konnte in beiden Fällen verhindert werden, heißt es im Brandbericht.

Beim ersten Feuer hatte sich der Schaden noch in Grenzen gehalten. Als die Kräfte eintrafen, stellte man im Gebäude einen Schwelbrand fest, der schnell gelöscht werden konnte. Nur wenig Inventar war in Mitleidenschaft gezogen worden, der Sachschaden eher gering. Demgegenüber ließ das zweite Feuer kaum etwas übrig. Den Sachschaden bezifferten Feuerwehr und die in die Ermittlungen eingeschaltete Polizei mit mehreren Tausend Euro.

Einen Zusammenhang zwischen beiden Feuern konnte die Polizei gestern nicht ausschließen. Wie es in einer Mitteilung heißt, wurden noch in der Nacht Spuren gesichtet und gesichert. Im Zusammenhang mit dem ersten Feuer dürften Hinweise von Zeugen stehen, die zwei Personen beobachtet hatten. Die Unbekannten hatten sich vor den Bränden in der Kolonie aufgehalten, konnten der Kolonie und ihren Bewohnern aber nicht zugeordnet werden, heißt es. Die Beschreibungen sind jedoch ungenau. Die beiden Personen seien zwischen 18 und 22 Jahre alt gewesen und unterschiedlich groß.

In der Nachbarschaft des Geländes sorgen die jüngsten Ereignisse erneut für Unruhe. Erst am 3. April hatte es in der Kolonie in der Finkenstraße gebrannt. Auch damals wurde eine gemauerte Gartenlaube ein Raub der Flammen. Auch diese nur wenige Meter von den beiden aktuellen Brandorten entfernt. Damals deutete alles auf Brandstiftung hin. Ein Täter wurde jedoch nicht ermittelt.

Ein Zusammenhang zwischen diesen und den jüngsten Bränden wird vor diesem Hintergrund geprüft. Das spezialisierte Kommissariat 2 der Bezirkskriminalinspektion ermittelt wegen Brandstiftung. Unter anderem werden an den Brandorten mögliche Spuren gesichert. Weitere Hinweise und Beobachtungen nimmt das Kommissariat 2 der Bezirkskriminalinspektion unter Telefon 0461-4840 entgegen.

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