Nordhackstedt : Wie wird Käse hergestellt?

Schulleiter Gerd-Ulrich Marquardt (links), Werksleiter Rainer Andresen (3. von rechts) und Therese Seeck von der IHK Flensburg (2. von rechts) erhoffen sich von der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages positive Perspektiven für die Schülerinnen und Schüler.
Schulleiter Gerd-Ulrich Marquardt (links), Werksleiter Rainer Andresen (3. von rechts) und Therese Seeck von der IHK Flensburg (2. von rechts) erhoffen sich von der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages positive Perspektiven für die Schülerinnen und Schüler.

Milchkontor Nordhackstedt und Grund- und Gemeinschaftsschule Schafflund haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben.

shz.de von
17. Juni 2018, 16:43 Uhr

Die Achtklässler waren die ersten Nutznießer des Kooperationsvertrages, den das Deutsche Milchkontor in Nordhackstedt mit der Grund- und Gemeinschaftsschule Schafflund geschlossen hat. Ausgestattet mit weißen Overalls, roten Hauben und blauen Schuhüberzügen folgte die bunte Gruppe Ausbildungsleiter Lars Bjerringgaard und Produktionsleiter Jan Krüger durch die Werkshallen und erlebte vor Ort die Produktionsschritte bei der Käseherstellung.

„Die Öffnung für Betriebserkundungen ist ein Baustein des Vertrages“, erklärte Therese Seeck von der IHK Flensburg. Außerdem würde der Kontakt zwischen Auszubildenden der Meierei, wie sie hier immer noch genannt wird, und der Schule intensiviert. An die Schüler gewandt, meinte sie: „Ihr könnt mit eurem ersten allgemeinbildenden oder dem Mittleren Schulabschluss aus einem bunten Strauß an Möglichkeiten auswählen. Ich hoffe, ihr profitiert von der Zusammenarbeit.“

Das unterstrich auch Werksleiter Rainer Andresen: „Geht in die Betriebe und macht Praktika, dann erst bekommt ihr ein gutes Feeling dafür, ob der Beruf zu euch passt. Wir selbst haben ein Interesse an guten Fachleuten.“ Sein persönlicher Werdegang sei ein Beispiel, wie man sich nach dem Realschulabschluss durch berufliche Weiterbildung von der Basis bis an die Spitze hocharbeiten könne. Mit Schulleiter Gerd-Ulrich Marquardt und Koordinatorin Sünje Nissen waren sich alle einig, dass nicht viele den Weg über einen beruflichen Abschluss einschlagen. Viele folgten dem Trend, persönliche Entscheidungen durch einen verlängerten Schulbesuch hinauszuschieben. Die duale Ausbildung ermögliche auch finanziell einen Vorsprung gegenüber einem Studium.

Und ganz konkret erfuhren die Schüler in einer kurzen Betriebsvorstellung, dass am Standort Nordhackstedt ausschließlich Mozzarella und Schnittkäseblöcke produziert werden. „Aber man muss keine Milchkannen mehr schleppen, alles ist computergesteuert“, sagte Jan Krüger. Den beiden Achtklässlern Till Gerschewski und Meiko Dohrmann erzählte er damit nichts Neues, sie wussten schon über das Berufsfeld des Milchtechnologen oder Laboranten Bescheid: „Wir haben hier schon mal ein Praktikum gemacht – total interessant.“



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