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Flensburger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 22:39 Uhr

Wette verloren – Baden gegangen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2014 | 09:33 Uhr

Es ist 12.25 Uhr. Eine kühle Brise weht über die Ostsee, der Himmel wolkenverhangen, als eine langer Tross auffällig gut gekleideter Damen und Herren zur Badebrücke am Ostseebad schreitet. Die meisten frohgemut, nur zwei blicken etwas skeptisch drein. Denn sie wissen, was ihnen blüht.

Es sind zum einen Thomas Grambauer (39), Ausbildungsleiter bei der Nospa und leidenschaftlicher Triathlet – der Ironman der Sparkasse. Seine Leidensgenossin: Christina Kohl, Ausbildungsreferentin, 31 Jahre jung. Ihr Blick fällt auf die kleine Schiefertafel, auf der die aktuellen Temperaturen mit Kreide verzeichnet werden. Luft 6 Grad, Wasser 15 Grad, lesen sie fröstelnd. Egal, ob korrekt oder nicht, die beiden müssen in wenigen Minuten eine Wettschuld einlösen. Ihre Azubis, so meinten sie, würden es nie und nimmer schaffen, in vier Wochen 1000 Euro unter Kunden und Mitarbeitern für die Bürgerwette zu sammeln. Und damit lagen sie kräftig daneben. Nun müssen sie baden gehen.

Unter großem Gejohle der etwa 40 Schaulustigen springen die beiden, leicht bekleidet, vom Steg ins kühle Nass. Ein Sekundenbad, aber immerhin. Vielleicht ging es auch primär um die Ästhetik des Kopfsprungs. Der Beifall jedenfalls ist ihnen gewiss. „Ein heißer Punsch wäre mir auch recht“, sagt Grambauer, während er sich notdürftig mit einem Handtuch wärmt. Kollegin Kohl bevorzugt einen Bademantel. Nospa-Chef Thomas Menke ist schwer beeindruckt. „Hauptsache, meine wichtigsten Mitarbeiter kommen gesund durch“, sagt er. Und besonders stolz sei er auf seine „jungen Leute, die ein tolles Ergebnis erzielt haben“. Koordiniert hat die Aktion Azubi Alexander Zekorn. Der 20-Jährige gesteht, dass er nicht immer vom Erfolg überzeugt war. „Alle waren begeistert davon, doch es gab bei den Spenden immer Hochs und Tiefs.“ Erst auf den letzten Metern wurde das Ziel erreicht.

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