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Mittelangeln : Wer wird Bürgermeister in der neuen Großgemeinde?

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Bernd Karde (CDU) und Manfred Madsen (SPD) streben Amt in Mittelangeln an. Oder doch ein Hauptamtlicher?

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 07:26 Uhr

Mittelangeln | Keiner wollte sich vor der Wahl auf einen Tipp einlassen, wie das Ergebnis der Kommunalwahl in der Gemeinde Mittelangeln aussehen könnte. Zu viele Unbekannte waren dabei zu berechnen. Wie ist das Wahlverhalten in den kleineren Gemeinden - und vor allem: Wie wird die neu aufgestellte Wählergemeinschaft abschneiden? Hinzu kam das neue Wahlverfahren mit der Möglichkeit von Überhangmandaten.

Nun hat der Wähler gesprochen und dafür gesorgt, dass nicht weniger Fragezeichen im Raume stehen. Die CDU konnte die Zahl der Mandate mit neun zwar halten, aber sie wird durch zwei Überhangmandate ihre Mehrheit im Kommunalparlament verlieren. Die SPD zieht mit fünf Mandaten (plus eins) in die Gemeindevertretung, die Wählergemeinschaft aus dem Stand mit beachtlichen vier Mandaten und der SSW wie bisher mit zwei.

Der Wahlgewinner, die Freie Wählergemeinschaft Mittelangeln, zeigt sich zufrieden. Die stellvertretende Vorsitzende, Dr. Iris Ruhe, spricht vom erhofften Wahlergebnis. In die nun folgenden Gespräche mit den anderen Fraktionen geht die FWG mit dem Ziel, einen hauptamtlichen Bürgermeister für die Gemeinde Mittelangeln einzusetzen. Ehrenamtlich sei so eine große Gemeinde, so Dr. Ruhe, nicht zu führen. Man stelle diese Forderung in der Hoffnung, dass auch Schnarup-Thumby und Sörup den Weg nach Mittelangeln finden werden.

Sollte man sich über einen hauptamtlichen Bürgermeister nicht einigen können, stehe Dr. Ruhe persönlich für eine Wahl von Bernd Karde zum Bürgermeister ein. Er habe die Kompetenz und das notwendige Fachwissen. Grundsätzlich gehe sie aber davon aus, dass auch der Spitzenkandidat der FWG, Michael Heilmann, das Amt des Bürgermeisters übernehmen könnte.

CDU-Spitzenmann Bernd Karde zeigte sich enttäuscht vom Wahlergebnis, obwohl er persönlich ein "Superergebnis" erzielt habe. Die CDU habe wieder alle Direktmandate gewonnen, aber durch das neue Wahlsystem die Mehrheit verloren. Auch seine Partei habe das Thema eines hauptamtlichen Bürgermeisters noch nicht abgehakt, wolle sich aber "an eine alte Absprache halten" und zunächst wieder mit einem ehrenamtlichen Bürgermeister die Wahlperiode beginnen. "Ich werde dann auf jeden Fall kandidieren", kündigt Bernd Karde an.

Bedeckt hält sich SPD-Spitzenmann Manfred Madsen. Er freue sich über die neue Konstellation in der nun 20-köpfigen Gemeindevertretung. Das lasse neue Mehrheiten zu, frohlockt Madsen, der erneut für das Bürgermeisteramt kandidieren möchte, "wenn das Aussicht auf Erfolg hat". Einen hauptamtlichen Bürgermeister lehnt Madsen ab. Die zweiköpfige SSW-Fraktion könnte das Zünglein an der Waage werden, meint Hermann Paulsen. Wie sich die zwei SSW Kandidaten zwischen Karde und Madsen entscheiden werden, ließ er offen.

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