HASSELBERG : Wer mitmachen will, muss warten

Die „Hasselberger Feuerkids“ mit ihren Betreuern Daniel Johnsen (von rechts), Viviane Weber, Ulli Koch, Sven und Dörthe Weber.
Die „Hasselberger Feuerkids“ mit ihren Betreuern Daniel Johnsen (von rechts), Viviane Weber, Ulli Koch, Sven und Dörthe Weber.

Das Interesse an der Kinderfeuerwehr in Hasselberg ist groß – es besteht eine lange Warteliste.

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05. März 2018, 12:48 Uhr

Seit September vergangenen Jahres läuft das Projekt „Hasselberger Feuerkids“. Ziel ist die Gründung einer Kinderfeuerwehr – davon gibt es im Kreis bisher nur eine und zwar in Lürschau. Die Begeisterung in Hasselberg für die „Feuerkids“ ist groß – es gibt eine Warteliste. Für Hasselbergs Bürgermeister Hans-Heinrich Franke ist es Ehrensache, dass er dafür die Patenschaft übernehmen wird, denn „das ist eine gute Sache“.

Eine Kinderfeuerwehr ist die Vorstufe zur Jugendfeuerwehr, in die man erst eintreten kann, wenn man zehn Jahre alt ist. So lange wollen 13 Jungen und sieben Mädchen jedoch nicht warten. In ihren Familien spielt die Feuerwehr eine große Rolle – und da wollen sie nicht abseits stehen. Nachdem es in der Kindertagesstätte Kieholm schon etliche Feuerwehr-Projekte gab, werden jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Die Erzieherinnen Dörthe Weber und Ulli Koch konnten Wehrführer Daniel Johnsen und die Geschwister Viviane und Sven Weber als betreuende Mitstreiter gewinnen. Einmal im Monat sonnabends kommen die „Feuerkids“ ins Gerätehaus Kieholm. Bevor in Theorie und Praxis des Brandschutzes eingestiegen wird, stimmen alle erst einmal ein kräftiges „Tatütata, tatütata“ an.

Mats (8), Felix (7), Orlando (9), dessen Bruder Lionel (7), Jakob (7), Nele (5), Jannik (8) und Merle (6) wollen alle später Mitglied in einer der großen Feuerwehren werden und bereiten sich nun darauf vor. Die Warteliste ist schon so lang, dass sofort eine zweite „Feuerkids“-Gruppe gebildet werden könnte, aber das sei personell nicht machbar, bedauert Dörthe Weber, die nicht nur Erzieherin ist, sondern in Hasselberg auch selbst engagierte Feuerwehrfrau. Was sie ganz besonders freut, ist, dass die Eltern der Kinder ab dem Vorschulalter „voll und ganz zu unserer Sache stehen“.

Dass das Interesse an den „Feuerkids“ so groß ist, freut auch Wehrführer Daniel Johnsen: „Das ist unser Nachwuchs.“ Beim jüngsten Treffen ging es um die Frage, was zur Feuerwehrkleidung gehört. Stiefel und Handschuhe sind für die Kinder noch viel zu groß, doch schon jetzt lernen sie, warum die richtige Kleidung bei einem Einsatz überlebenswichtig ist.

Geübt wurde auch das richtige Absetzen von Notrufen. Wehrführer Johnsen übte am anderen Ende der Telefonleitung mit den Kindern die Bedeutung der fünf „Ws“ ein: Wer ruft an, was ist passiert, wo ist es passiert, wie viele Verletzte gibt es und Warten auf Hilfe. Das alles geschieht kindgerecht in spielerischer Form.

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