Verein berät : Wenn Mieter Beistand suchen

Monika Buschendorf-Wilk berät Mitglieder des Mieterbeistandes kostenlos. Foto: haefke
Monika Buschendorf-Wilk berät Mitglieder des Mieterbeistandes kostenlos. Foto: haefke

Bundesweit aktiver Verein ist als Selbsthilfeorganisation vor allem beratend für seine Mitglieder tätig

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14. Januar 2013, 08:49 Uhr

Flensburg | Bei rechtlichen Problemen in allen Mietfragen können sich Mieter und Pächter an den Mieterbeistand wenden. In Flensburg ist die Beratungsstelle nach Mürwik an den Tannenweg 16 umgezogen. Dort berät Monika Buschendorf-Wilk die Mitglieder des Mieterbeistandes kostenlos. Sie ist Rechtsanwältin und auf Mietrecht spezialisiert. Aber auch das Gewerbemietrecht gehört zu ihren Schwerpunkten.

Der Mieterbeistand ist ein bundesweiter Verein und als Selbsthilfeorganisation vor allem beratend tätig. Die Idee: Mieter sollen in erster Linie Unterstützung dabei erhalten, sich mit dem Vermieter außergerichtlich zu einigen. In der Beratungsstelle findet man einen Ansprechpartner, um herauszufinden, wo das eigentliche Problem liegt und ob es rechtlich relevant ist. Aber auch Beratungen vor der Unterzeichnung eines Mietvertrages sind möglich. Buschendorf-Wilk empfiehlt dies insbesondere Gewerbetreibenden. Wer sich selbstständig macht und dafür eine Gewerbefläche anmieten muss, solle sich ausreichend über Standards in Mietverträgen informieren. "Die Tragweite einer Anmietung ist in diesem Bereich größer als bei privaten Mietobjekten", erklärt die Flensburger Rechtsanwältin.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Beratung ist die Mitgliedschaft im Mieterbeistand. Der Jahresbeitrag beläuft sich für normale Mieter aktuell auf 42 Euro. Für Geringverdiener gibt es eine Ermäßigung. Gewerbetreibende zahlen 72 Euro. Für eine Beratung sollten alle relevanten Unterlagen wie Mietvertrag oder die Nebenkostenabrechnung mitgebracht werden. Alles, was über eine Beratung hinausgeht, wenn der Rechtsanwalt also tatsächlich beginnt, Kontakt mit der Gegenseite aufzunehmen, ist nicht durch den Vereinsbeitrag abgesichert.

In Flensburg sieht Buschendorf-Wilk als Problem vor allem die großen Investorengruppen im Immobilienbereich. Dort seien in der Regel keine klaren Ansprechpartner vorhanden und die Zuständigkeitsbereiche der Kontaktpersonen für den einzelnen Mieter undurchsichtig. "Die jeweiligen Hausverwaltungen sowie Hausmeister sind oft überfordert. So kann es zu nicht bearbeiteten Beanstandungen kommen", erklärt sie.

Buschendorf-Wilk empfiehlt, dass jeder den Mietvertrag verstehen sollte, den er unterzeichnet. Dafür sollten alle Quellen zu Rate gezogen werden, wie beispielsweise der Mieterbeistand.

Erreichbar ist die Beratungsstelle in Flensburg unter der Telefonnummer 0151-26225132.

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