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14. Honky-Tonk-Festival : Wenn der Barhocker zur Bühne wird

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Tausende in Flensburgs Innenstadt unterwegs / Großes musikalisches Spektrum in vielen Kneipen

Kleine Bühnen, Live-Bands hautnah erleben und gute Stimmung dazu: Das Honky-Tonk-Kneipenfestival zog am Wochenende wieder die Flensburger in Scharen in die Innenstadt. In der gesamten Innenstadt waren Gruppen und Paare auf musikalischer Entdeckertour – und sie alle standen vor der Qual der Wahl: Insgesamt 14 Konzerte standen zur Auswahl. Reggae, Latin, Rock, Jazz, Blues, Handmade, Beat, Oldies und Rockabilly – alle populären Genres wurden „Live on Stage“ geboten.

Gerade diese „Musik-Club“ Live-Atmosphäre, die es sonst in Flensburg so gut wie gar nicht mehr gibt, kam wieder gut an und verband die Fans aus allen Altersgruppen und das von 21 bis 2 Uhr. Mit dem roten Armbändchen, dem Programmheft und natürlich in bester Stimmung kamen tausende Besucher in Discos und Kneipen. Hilfreich: Der „Honky Tonk Bus-Shutte“ pendelte im Liniendienst von Nord nach Süd – jedoch ohne Live Musik.

Ab 21 Uhr wurden auf den Bühnen die Verstärker scharf geschaltet. Bei Mc Donalds in der Großen Straße legte lautstark in der Lounge die Gruppe „Jones“ los, zu Soul, Funk und Dancefloor wurde auf dem Fast-Food-Parkett getanzt und gegroovt. Im „La Tasca“ am Nordermarkt gerieten wegen der Enge die Fans des Duos „Mi Carla“ auf Tuchfühlung. „Die Stadt ist echt voll“, sagt die erfahrene „Honky Tonkerin“ Stephanie Jes, zwischen Grisou und dem Vertigo, die mit ihren Freundinnen unterwegs ist. Leider seien auf der Flensburger Ostseite keine Auftritte mehr und auch den Salondampfer Alexandra vermisst sie, der früher ebenfalls Honky-Tonk-Bühne war.

Im Vertigo ging es mit der Gruppe „Ritmo Caliente“ und „Latin Fever“ voll zur Sache. Auch hier tanzten die Besucher gleich neben der Gruppe, wie in einer spanischen Bar; die Band „Hamburg Gossenhauer“ war im A la Turka Stimmungsgarant, im Arcadia Hotel servierte Grand Dame Sydney Ellis Gospel und Blues in Salonqualität, im stets proppevollen Lord Nelson machte Eric Paisley den Barhocker zur Bühne. Auch in etlichen Kaufmannshöfen wurde musiziert, zudem brachten einige Straßenmusiker spontan noch Musik in die Fußgängerzone dazu. Den Speicher suchten viele Fans vergeblich, er ist nicht mehr geöffnet. Im Hansen’s spielte die Party Band „Joker“, bei Wies’n-ähnlicher Stimmung gab’s Tänzerinnen im Dirndl und Polonäse auf den Tischen. Das Glanzlicht setzte wie immer das Deutsche Haus mit der Abschlussparty und der Zentralfete – diesmal mit der Band „Coverline“ und DJ Sergio, bis weit in die Nacht.


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