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Bürgerwindpark : Weitere Windkraft-Riesen für Janneby

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeindevertretung stimmt der Erweiterung des Testfeldes von acht auf zehn Anlagen zu.

Janneby | Der Bürgerwindpark Janneby wurde zwischen der Landesstraße 29 und der Jerrisbek vor Jahren als Testfeld für Prototypen neuer Windkraftanlagen genehmigt. Seinerzeit legte die Gemeinde insgesamt acht Baufelder fest, auf denen Testanlagen errichtet werden dürfen. Alle acht Anlagen stehen inzwischen, zum Teil wurden bereits Komponenten ausgetestet und verändert. Jetzt möchte die Bürgerwindparkgenossenschaft gerne zusätzliche Flächen für zwei weitere Testanlagen ausweisen lassen. „Dieses Niederungsgebiet im Binnenland eignet sich hervorragend aufgrund seiner Windströmungsverhältnisse für Testverfahren, daher ist die Nachfrage seitens der Industrie nach Standorten in diesem Gebiet sehr groß“, sagte Geschäftsführer Jörg Thordsen auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung.

Das beanspruchte Gebiet liegt im nördlichen Bereich bei Gravelund, somit in erheblicher Entfernung vom Ortskern Jannebys. Die Genossenschaft strebt zudem an, die Höhenbegrenzung von 150 auf 200 Meter im nördlichen Bereich anzupassen, da die Anlagenentwicklung gerade in diesem Segment besonders stark sei. Gleichzeitig wird ein zusätzlicher Standort für einen Messmast für die erforderlichen Testreihen ausgewiesen.

Durch Änderung im textlichen Teil des Bebauungsplans wird ferner die Möglichkeit eingeräumt, Fundamente der Anlagen außerhalb des eigentlichen immissionsschutzrechtlichen Verfahrens vorzeitig durch einfache Baugenehmigung errichten zu können. Begleitend werden Änderungen im Durchführungsvertrag zu diesem Bebauungsplan angestrebt. Damit soll die Befristung einzelner Anlagen sowie die bisherige Begrenzung auf drei Anlagen je Hersteller aufgehoben werden.

Da zu Beginn der Beratungen in der Gemeindevertretung sich die meisten Vertreter als Eigentümer beziehungsweise Beteiligte an der Genossenschaft für befangen erklärten, war die Zahl der zur Beratung und Beschlussfassung berechtigten Gemeindevertreter mit drei sehr übersichtlich. Die bisherigen Erfahrungen mit den bestehenden Anlagen fasste Bürgermeisterin Ute Richter als „nicht besonders störend und damit hinnehmbar“ zusammen. Die verbliebenen stimmberechtigten Gemeindevertreter stimmten einstimmig den Änderungswünschen für dieses Windkrafttestfeld zu.

Die Änderung des Bebauungsplans wird nunmehr in das gesetzlich vorgeschriebene öffentliche Entwurfs- und Auslegungsverfahren gehen. Die Bürgermeisterin zeigte sich optimistisch, dass diese Änderungen auch seitens der Landesplanung akzeptiert werden, da diese Fläche auch im aktuellen Entwurf zur Überarbeitung der Regionalpläne als Windvorrangfläche ausgewiesen ist.

Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloss die Gemeindevertretung der Gemeinde Süderhackstedt im Zusammenhang mit dem geplanten Erweiterungsbau des Kindergartens unter die Arme zu greifen. Solidarisch mit den anderen beiden Gemeinden Jörl und Sollerup wird Nordhackstedt ein Darlehen in Höhe von 23  000 Euro bis 2023 gewährt.

In ihrem Bericht teilte Bürgermeisterin Ute Richter mit, dass von Anlegern der Eggebeker Straße (Kreisstraße 87) der Antrag gestellt wurde, den vorhandenen Radweg bis zum Ende der Bebauung zu verlängern. Der Bauausschuss wurde beauftragt, sich mit der Angelegenheit zu befassen und eine grobe Kostenschätzung einzuholen.

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