Handewitt : Weiter fest in Frauenhand

<p><strong>Übergabe: Sabine Johannsen (links) übernimmt den Vorsitz des Museumsvereins  von Käte Petersen. </strong></p>

Übergabe: Sabine Johannsen (links) übernimmt den Vorsitz des Museumsvereins  von Käte Petersen.

Dorfmuseum Handewitt: Vorsitzende des Fördervereins, Käte Petersen, übergibt Posten an Sabine Johannsen.

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14. März 2018, 12:51 Uhr

Im Mai 1989, pünktlich zur Handewitter Festwoche, eröffneten die Landfrauen in einem damals nicht genutzten Schulbereich eine heimatkundliche Sammlung. Die Leitung hatte Käte Petersen. 1999 entstand aus dieser Keimzelle der eigenständige „Förderverein Dorfmuseum“. Die Vorsitzende wurde Käte Petersen. Nun, fast 29 Jahre später, stand Käte Petersen nicht mehr zur Wiederwahl. Ihre Nachfolgerin Sabine Johannsen guckte sie sich aber noch selbst aus. Käte Petersen: „Unser Dorfmuseum ist das einzige in der Region, das von Frauen gegründet und auch von Frauen geleitet wird.“

Vor Jahren titulierte Wolfgang Börnsen, der ehemalige Bundestagsabgeordnete und seinerzeit auch Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft volkskundlicher Sammlungen im Kreis, das Handewitter Dorfmuseum als „Schmuckstück auf der Geest“.

Doch bis zu diesem Lob hatten Käte Petersen und ihre Mitstreiterinnen durchaus bewegte Zeiten zu meistern. Häufige Umzüge und Heimatlosigkeit zur Jahrtausendwende dämpften die Euphorie, ehe 2001 Räumlichkeiten der ehemaligen Handewitter Dorfschule zur Verfügung standen. „Dieser historische Standort in der Nähe der Handewitter Kirche ist sehr geeignet“, betont Petersen. „Der Clou kam 2008, als wir erweitern konnten, ein ehemaliges Klassenzimmer zu unserer besten Stube wurde und wir das gesamte Museum als Wohnung gestalteten.“

Schon vor zwei Jahren wollte die langjährige Vorsitzende aus der ersten Reihe zurücktreten, doch die Wunschkandidatin bat noch um etwas Geduld, wollte noch ein paar andere Aufgaben abschließen. Sabine Johannsen stieg aber bereits in den Arbeitskreis ein, begann, sich eine Übersicht über den Aufbau des besonderen Kleinods zu schaffen und spürte das Herzblut, das diese historische Sammlung mit rund 2500 Exponaten begleitet. „Diese Wertschätzung hat mich beeindruckt“, sagt Sabine Johannsen. „Auch für die Jugend ist das Dorfmuseum von Bedeutung. Sie sieht, wie sich in vielen Bereichen die Arbeitsweisen verändert haben und dass längst nicht alles so selbstverständlich ist, wie es scheint.“

Die „Neue“ hat mit ihrem Stellvertreter Lothar Kroll, Schriftführerin Anne Reitz, Kassenwartin Ilse Scholz und den Beisitzern Anke Clausen, Ingelore Riemer und Ursula Oppermann einen bewährten Vorstand sowie einen eingespielte Arbeitskreis, dem Käte Petersen angehören wird, an ihrer Seite. Für die Frühjahrs-Sonderausstellung „Sammeltassen vom Feinsten“ laufen bereits die Vorbereitungen. Sabine Johannsen schwebt vor, zur Eröffnung nach dem Maibaumfest einen Feuerwehr-Oldtimer als Shuttle von der Schule zum Dorfmuseum einzusetzen.

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