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Flensburger Weihnachtsmarkt : Weihnachtlicher Buden-Zauber

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Über die Preise versucht die Stadt, für den Weihnachtsmarkt Standinhaber für die Große Straße zu gewinnen.

Alle Jahre wieder lockt der Flensburger Weihnachtsmarkt mit dem Duft von gebrannten Mandeln, Punsch und einer festlich geschmückten Altstadt. Bevor das adventliche Spektakel am kommenden Montag beginnen kann, gibt es für Denise Petersen von Flensburg Fjord Tourismus allerdings viel zu tun – und zwar fast ein ganzes Jahr lang, wie sie sagt.

Vor allem ging es Petersen darum, ein besonders abwechslungsreiches Angebot an Ständen zu organisieren. Es soll auf dem Flensburger Weihnachtsmarkt nicht nur Punsch und Bratwürstchen geben, deshalb bemüht sie sich besonders darum, Kunsthandwerker nach Flensburg zu holen. Das sei nicht ganz einfach, schließlich müssen diese vier bis fünf Wochen lang genug verdienen, damit sich der Markt für sie auch lohnt. „Viele Gäste kommen nur zum Punschen auf den Weihnachtsmarkt. Bei ihnen ist das Handwerk sehr beliebt, weil es für weihnachtliche Stimmung sorgt. Aber es kaufen längst nicht alle.“

Die andere Schwierigkeit liege darin, Betreiber für die Buden an der Großen Straße zu finden. Während Südermarkt, Nordermarkt und Holm immer schnell ausgebucht sind, sei es schwierig, Betreiber für die Buden im hinteren Teil der Fußgängerzone zu finden. In diesem Jahr sind es neun – immerhin drei Buden mehr als im vorigen Jahr, aber im Verhältnis zu den insgesamt 51 Hütten immer noch sehr wenige. „Das liegt daran, dass auf dem Holm die großen Kaufhaus-Ketten angesiedelt sind“, erklärt Petersen, „die ziehen die meisten Kunden an“ – und damit auch potentielle Weihnachtsmarktkunden.

Die Preise haben die Touristiker der Stadt dieser Situation bereits angepasst. Mit 3500 Euro ist die Standflächenmiete für einen Punschstand auf dem Holm fast doppelt so teuer wie auf der Großen Straße, wo die Gebühr 1900 Euro beträgt. Die Kosten richten sich aber nicht nur nach dem Standort, sondern auch nach dem Angebot der jeweiligen Bude. Dadurch versucht Denise Petersen auch die Kunsthandwerker auf den Markt zu locken. Die Standflächenmiete für selbstproduziertes Handwerk ist auf dem Holm kostenlos. Wer Kunsthandwerk nur verkauft, zahlt 625 Euro. Stände, die sowohl Glühwein als auch Würstchen anbieten, müssen den Höchstsatz von 6000 Euro abtreten. Dazu kommt die tägliche Hüttenmiete, die je nach Größe bei 22 oder 44 Euro liegt.

Seit eineinhalb Wochen stehen bereits viele Weihnachtsmarkt-Hütten, und gestern sind auch die letzten aufgebaut worden. „Unser Hüttenbauer baut über 25 Weihnachtsmärkte auf. Deshalb hat er einen sehr engen Zeitplan“, erklärt Petersen. Jetzt haben die Budenbesitzer bis Montag genügend Zeit, die Stände weihnachtlich zu schmücken. Damit alles bereit ist, wenn um 17 Uhr der Weihnachtsmann auf den Südermarkt fährt und die Kinder mit Süßigkeiten beschenkt. Das ist der Startschuss für Tausende von Gästen aus Deutschland und Skandinavien, die die gemütliche Atmosphäre genießen möchten. „Die Hotels sind an den Wochenenden ausgebucht“, sagt Petersen. „Vor allem die Dänen lieben die Stimmung.“

Höhepunkte des Weihnachtsmarktes

Der Weihnachtsmarkt öffnet vom 24. November bis 23. Dezember von Südermarkt bis Nordermarkt und bis zum 31. Dezember auf Holm und Großer Straße täglich von 10 bis 22 Uhr, sonntags von 11 bis 20 Uhr. Höhepunkte sind der kleinste Tresen der Welt und die Skihütte am Südermarkt. Außerdem gibt es einen karitativen Flohmarkt (freitags bis sonntags), Bastelaktionen für Kinder im Kinder-Knusperhaus am Nordermarkt und ein Weihnachtspostamt in der Touristeninformation. Hier können auch Einkäufe und Gepäck kostenlos aufbewahrt werden.

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erstellt am 20.Nov.2014 | 08:00 Uhr

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