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Flensburger Tageblatt

17. August 2017 | 17:55 Uhr

Schuby : Weihnachtliche Lichtershow

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das bunt beleuchtete „Weihnachtshaus“ von Matthias Nehls hat am Sonnabend rund 2000 Besucher nach Schuby gelockt. Die Erlöse der fröhlichen Adventsparty sind für einen guten Zweck bestimmt.

Alle wollten das verrückte Weihnachtshaus in Schuby sehen. Dass es am Sonnabend schließlich 2000 Besucher waren, damit hatte „Weihnachts-Hausherr“ Matthias Nehls dann doch nicht gerechnet – auch wenn es die mehr als 700 Facebook-Aufrufe, die nach einem Bericht in den Schleswiger Nachrichten folgten, bereits angedeutet hatten. Doch der dreifache Familienvater und IT-Spezialist aus Schuby und seine zahlreichen Helfer waren auf den Ansturm bestens vorbereitet. Bereits am späten Nachmittag strömten die Menschen, darunter zahlreiche Familien mit Kindern, zu Fuß in das Neubaugebiet am Marschenkamp.

Dass für die auswärtigen Autofahrer bereits am Dorfeingang die Fahrt zu Ende war, dafür sorgte die Polizei mit Absperrungen und bereitgestellten Parkplätzen. Und wer sich nicht daran hielt, für den gab es einen persönlichen Hinweis der beiden freundlichen Polizeibeamten aus Silberstedt. Rund um das Eigenheim der Familie Nehls wartete die Menschenmenge geduldig und vor allem friedlich auf die kunterbunte LED-Lichtershow, die im Halbstundentakt bis kurz vor Mitternacht präsentiert wurde. Das Lichterspektakel, das im Einklang mit der Musik und einer Video-Sequenz aus Disneys „Eiskönigin“ punktgenau gesteuert wurde, rief vor allem bei den Kindern staunende Gesichter der Begeisterung hervor. Für die kleinen Gäste wurde ein Logen-Platz eingerichtet, der ihnen, direkt vor dem Haus, eine freie Sicht bot.

Auch für alles andere war bestens gesorgt – und das freute Matthias Nehls, denn sämtliche Erlöse waren für das Kinderhospiz in Flensburg sowie die Aktion „RSH hilft helfen“ bestimmt. Die Fleischwarenfabrik Böklunder und die Schlachterei Jepsen spendeten insgesamt 1500 Grillwürste, der Getränkemarkt Behn und der Citti-Markt stellten 120 Flaschen Kinderpunsch und 50 Liter Glühwein bereit und die Bäckerei Kalinka dazu Brötchen und Kakao. Der Entsorger Ketelsen aus Leck sorgte für Mobil-Toiletten und die Abfallwirtschaftsgesellschaft ASF für die Mülltonnen und hunderte Getränkebecher.

Nehls’ Dank galt ebenso der Gemeinde Schuby, den Behörden der Amtsverwaltung Arensharde, der Polizei in Silberstedt sowie Schubys Bürgermeister Helmut Ketelsen, denn ohne deren Unterstützung wäre der ganze Lichterzauber im Wohngebiet nicht möglich gewesen – und schon gar nicht mit so vielen Besuchern.

Durchweg zeigten sich die Zuschauer von der Organisation der Spontan-Veranstaltung begeistert – ebenso die Anwohner, deren Ängste gänzlich ausgeräumt wurden und die sich von der Friedlichkeit der Menschenmenge erleichtert zeigten. „Unsere vorherigen Bedenken haben sich zerschlagen. Als Anwohner haben wir keinerlei Nachteile, denn das Ganze ist hervorragend organisiert worden. Das war vor allem für die Kinder eine schöne Lichtshow, und der Zweck ist einfach super. Es ist alles gut gelaufen“, sagte Dennis Christiansen – und darin war er sich auch mit Ehefrau Marit einig. „Ein Spaß nicht nur für die Nachbarn und super organisiert“, sagte auch Kathleen Pauls aus Schuby. „Ein Highlight für das Dorf“, fand Cynthia Reimer, ebenfalls aus Schuby.

Viel Lob gab es für die Lichtershow, die der selbstständige IT-Fachmann Nehls via LED-Lampen und Beamer direkt ans Haus zauberte. „Da hat sich ein Spielkind so richtig ausgetobt, und das meine ich im positiven Sinn. Ich mag es, wenn Menschen so engagiert bei der Sache sind“, sagte Jan Holger Stas aus Neuberend, der mit seinen Kindern unterwegs war.

Rund 2000 Euro kamen schließlich an Einnahmen aus Punsch- und Würstchenverkauf zusammen – Geld, das Matthias Nehls in den nächsten Tagen als Spende überreichen wird. „Vielleicht kommt ja noch etwas dazu, denn es müsste als Spende eigentlich gerne noch etwas mehr sein“, meinte er.

Wird es im nächsten Jahr erneut ein Weihnachtsspektakel in Schuby geben? „Schauen wir mal. Es gibt noch viele tolle Objekte, die man beleuchten könnte. Es sollte aber vielleicht nicht unbedingt dort sein, wo man wohnt“, sagte Nehls, der gestern bis zum Mittag mit dem Fegen der Straße beschäftigt war.

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