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Dauerregen in Flensburg und Harrislee : Weihnachten unter Wasser

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Regen ohne Ende am zweiten Feiertag: Die Feuerwehr hatte 36 Einsätze an nur einem Tag. Es gab einen Hangrutsch am Volkspark am Kielseng.

Flensburg | Einen mehr als unruhigen zweiten Weihnachtsfeiertag bescherte das stürmische und regnerische Wetter den Feuerwehren in Flensburg und den umliegenden Gemeinden. Probleme gab es vor allem im Harrisleer Ortsteil Wassersleben, aber auch auf der Straße Kielseng.

Mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter – das war vielerorts zu viel für den ohnehin schon durchweichten und mit Wasser gesättigten Boden. Vielerorts rund um Flensburg suchte und fand das Wasser den Weg in Wohnhäuser und Keller. Die Feuerwehren mussten ausrücken und den Wassermassen mit Pumpen und Wassersaugern zu Leibe rücken.

Am Hafen-Ostufer gab nach dem Dauerregen der Hang des Volksparks nach und rutschte ab. Rund 25 Kubikmeter Schlamm und Geröll rauschten über den Gehweg bis auf die Fahrbahn. Die Polizei musste einen Fahrstreifen sperren. Das Technische Betriebszentrum der Stadt rückte mit einem Radlader an, um die braune Masse von der Fahrbahn zu schieben. Im Hang klaffte nach dem Erdrutsch ein großes Loch.

Deutlich dramatischer war die Situation jedoch auf der anderen Seite der Förde in Wassersleben. Dort konnte die Kanalisation aufgrund verstopfter Gullys die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Das Regenwasser suchte sich daraufhin seinen Weg in ein Mehrfamilienhaus in der Straße Forsteck. Dort war vor allem die als Hobbyraum genutzte Garage betroffen, die von der Feuerwehr trockengelegt werden musste.

Weit mehr Wasser sammelte sich am tiefsten Punkt des Ortsteils: Der Parkplatz gegenüber des Strandbades stand – ebenso wie der angrenzende Minigolfplatz – komplett unter Wasser. Wegen der raumgreifenden Überschwemmungen wurde nicht nur die Freiwillige Feuerwehr Harrislee, sondern auch das Technische Hilfswerk aus Flensburg mit einer Hochleistungspumpe alarmiert. Das Wasser wurde von den Einsatzkräften quer über die Straße direkt auf den Strand befördert.

Insgesamt mussten die Feuerwehren bis zum Nachmittag zu rund 36 wetterbedingten Einsätzen ausrücken. In der Nacht zu Sonntag ließ der Regen nachlassen – und damit entspannte sich dann auch die Situation für die Einsatzkräfte.


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erstellt am 27.Dez.2015 | 18:38 Uhr

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