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Flensburger Stadtteilforen : Weiche: Verkehr ist Thema Nummer 1

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Stadtteilserie Teil 2: Die Aktionsgemeinschaft „Gesunder Stadtteil Weiche“ bereitet sich auf die angekündigten fast 1000 Flüchtlinge vor.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2015 | 18:18 Uhr

Flensburg | Seit einem Jahr ist in Flensburg geregelt, wie und wann die Stadtteilforen als politische Vertretungen eingebunden werden müssen. Grund genug für das Tageblatt, eine erste Bilanz zu ziehen und zu fragen, wo im Stadtteil der Schuh drückt. Ergänzt wird der Stadtteilüberblick durch die Daten des gerade vorgelegten Sozialatlas 2015. Lesen Sie heute Teil 2 über den wachsenden Stadtteil Weiche.

 

Vor allem das große Konversionsprojekt Gartenstadt hat Weiche seit der Jahrtausendwende zum stark wachsenden Stadtteil gemacht. Allein in den vergangenen fünf Jahren stieg die Einwohnerzahl von gut 6500 auf fast 7000 – zuletzt allerdings mit deutlich gemindertem Tempo. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt.

Für das Stadtteilforum, die Aktionsgemeinschaft Gesunder Stadtteil Weiche, antwortet Vorsitzender Gerhard Schmidt auf den Tageblatt-Fragebogen:
Auf welchem Feld ist Ihr Stadtteil 2015 vorangekommen?
Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung hat sich zum Positiven verbessert. Die Stadtteilforen sind als Ansprechpartner für die Stadtverwaltung eine Institution geworden. Desgleichen erscheint uns, dass bei mehr Bürgern in Weiche angekommen ist, dass sich lohnt und nötig ist, sich für den Stadtteil zu engagieren, auch wenn es sich (noch) nicht unbedingt in einer erhöhten Anzahl tätiger Mithelfer ausdrückt. Dennoch, die große Zahl von Bürgern bei den unterschiedlichen Aktionen im Stadtteil macht optimistisch.

Was ist dagegen das größte Thema, das 2015 im Stadtteil liegengeblieben ist?
Der Schwerlastverkehr „Alter Husumer Weg/Ochsenweg“. Es fehlt ein Treffpunkt, der von den verschiedenen Gruppen für ihre Arbeit im Stadtteil genutzt werden kann. Demokratische Teilhabe setzt dies in allen Stadtteilen voraus.


Welches weitere Thema wollen Sie 2016 anpacken?
Weiterhin den Schwerlastverkehr, den historischen Ochsenweg, die Unterstützung der Flüchtlinge an den Standorten Friedensweg und Sophienhof sowie das Projekt „Sport spricht alle Sprachen“ (Integration von Flüchtlingskindern durch den Sport). In den neuen Baugebieten geht es darum, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Der Soccerplatz für den Jugendtreff fehlt immer noch. Was soll aus der katholischen Kirche werden? Die vorhandenen Grünbereiche müssen erhalten bleiben.


Welches ist die erste Frage Ihres Stadtteilforums an den/die künftige/n OB?
Wie können Sie die Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung im Rathaus verbessern? Welche Ideen haben Sie, um die gesamte Verkehrssituation im Stadtteil (nicht nur „Alter Husumer Weg“) erträglich zu gestalten und somit die Wohnqualität im Stadtteil zu verbessern? Wie soll die sportliche Entwicklung einer Mannschaft in der Regionalliga (ETSV Weiche) bei mangelhaften Sportstätten aussehen?
Welches Thema in Ihrem Stadtteil hätte mehr Aufmerksamkeit verdient?
Der Verkehr; die sportliche Entwicklung in Weiche; fast 1000 Flüchtlinge werden ab Mitte Januar erwartet, wir bereiten uns vor für diese Aufgabe. Die Aktionsgemeinschaft „Gesunder Stadtteil Weiche“ hat in Verbindung mit unseren Pastorinnen eine Hilfsgruppe für Flüchtlinge gegründet. Wir prüfen bei Bedarf, welche Hilfen erforderlich sein können.

Stadtteilforen Teil 3: Jürgensby

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