Fussball-Regionalliga : Weiche 08 geht auf Tauchstation

Zugepackt: Angreifer Nico Empen (li.) hilft seinen Mitspielern an Bord der Rettungsinsel.

Zugepackt: Angreifer Nico Empen (li.) hilft seinen Mitspielern an Bord der Rettungsinsel.

Der Ball war nicht im Spiel. Die Fußballer des SC Weiche Flensburg 08 absolvierten in Enge-Sande ein besonderes Training – Lebensrettung stand auf dem Programm.

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09. Februar 2018, 11:37 Uhr

Enge-Sande | Mächtiger Wellengang. Donner und Blitz am Himmel. Es stürmt. Ein Hubschrauber naht. Die Situation ist dramatisch – und mittendrin das Team des Fußball-Regionalligisten SC Weiche Flensburg 08.

Passiert ist Spielern und dem Trainer-Team nichts. Es war eine Teambuilding-Maßnahme, die am Mittwoch Abend bei der Firma OffTEC in Enge-Sande über die Bühne ging. Mentalität, Wille, Mut, Disziplin, Verantwortung wurden geschult – Tugenden, die für  den Zusammenhalt in einem Team unerlässlich sind.

Gut gesichert: Trainer Daniel Jurgeleit auf der Rettungsleiter.
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Gut gesichert: Trainer Daniel Jurgeleit auf der Rettungsleiter.

 

„Eine rundum gelungene Veranstaltung. Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Trainer Daniel Jurgeleit, dem die Begeisterung deutlich anzuhören war. Ermöglicht hatte die außergewöhnliche Trainingseinheit Marten Jensen, Geschäftsführer von OffTEC und des GreenTec-Campus, seit kurzem Sponsor der Flensburger.

Nach einer Einweisung an Land wurden die Rettungswesten angelegt, und die Fußballer machten mit dem nassen Element Bekanntschaft. Eine Rettungsübung stand auf dem Programm – und auch die Nichtschwimmer im Team waren mit von der Partie.

Es ging darum, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Wie überwindet man Angst, wie hilft man Schwächeren? Wie macht man in Seenot auf sich aufmerksam, wie kommt man an Bord einer Rettungsinsel? All das war Bestandteil der äußerst abwechslungsreichen und kurzweiligen Schulung.

„Die Jungs stacheln sich an, fordern sich heraus“, hatte Jurgeleit, der alle Übungen mitmachte, beobachtet. Es war eine willkommene Abwechslung vom Trainingsalltag, der sich nach dem Wintereinbruch schwierig gestaltet. Gestern wurde vormittags auf Kunstrasen in Gettorf geübt, abends stand eine Einheit im dänischen Agerskov auf dem Programm.

„Das sind gute und ebene Plätze“, so Jurgeleit. Ob das für Sonnabend angesetzte Spitzenspiel gegen Tabellenführer Hamburger SV II über die Bühne gehen kann, ist fraglich – momentan deutet einiges auf eine Absage hin. Es wäre die mittlerweile vierte für die Flensburger nach den Ausfällen der Spiele in Barsinghausen (Germania Egestorf-Langreder), Garbsen (Havelse) und Hamburg (FC St. Pauli II). Alle Partien sind übrigens mittlerweile neu angesetzt: Am Dienstag, 20. März, um 19 Uhr geht’s zu St. Pauli II, am Montag, 2. April (Ostermontag/14 Uhr) wird bei Egestorf-Langreder gespielt, und am Mittwoch, 25. April (19 Uhr) soll gegen Havelse gespielt werden.

18 Partien haben die Flensburger bislang austragen können, 16 stehen bis zum Saisonende am Sonntag, 13. Mai, noch an: Ein strammes Programm. Dazu kommt das Pokalfinale gegen die Husumer SV (Pfingstmontag, 21. Mai). Und wenn es optimal läuft, der SC Meister wird oder der Hamburger SV II verzichtet, kämen noch zwei „Bonusspiele“ dazu – am Donnerstag (24. Mai) und Sonntag (27. Mai) sind die Drittliga-Aufstiegsspiele angesetzt.

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