Wees bleibt Weihnachts-Hochburg

 <strong>Am Stand der Landfrauen</strong><strong> Munkbrarup </strong>gingen die Appelkoken weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Auch Cornelia Rossi (links) aus Flensburg kaufte eine Tüte voll. Foto: van de loo
Am Stand der Landfrauen Munkbrarup gingen die Appelkoken weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Auch Cornelia Rossi (links) aus Flensburg kaufte eine Tüte voll. Foto: van de loo

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07. Dezember 2009, 10:50 Uhr

Wees | Der traditionell am zweiten Adventswochenende veranstaltete Weeser Weihnachtsmarkt findet bei den Besuchern stets großen Anklang. Trotz des teilweise ungemütlichen Regenwetters war auch die 28. Auflage eines der kreisweit größten ländlichen Weihnachtsmärkte wieder ein voller Erfolg. Nach der Eröffnung am Sonnabend durch Wees Bürgermeister Ulrich Christophersen und einem noch etwas verhaltenen Auftakt wurde es spätestens am frühen Sonntagnachmittag eng: Mehrere Tausend Menschen drängten sich an den Ständen vorbei, um zu schauen, zu kaufen und zu schmecken. Zur Kaffeezeit wurde es dann noch einmal deutlich voller.

An etwa 100 Ständen gab es ein großes Angebot an weihnachtlichem Kunsthandwerk und Schmuck, aber auch Textilien und Kleidung in jeder Form sowie Lederwaren und Dekorationsartikel für drinnen und draußen gab es zu ergattern. Hinzu kamen selbst gemachte Marmeladen, Liköre und Honig. Zahlreiche Vereine und Verbände boten Flüssiges und Festes gegen Hunger, Durst und Kälte. Die Auswahl reichte von "A" wie Appelkoken bis "Z" wie Zimtsterne. Den insgesamt erzielten Reinerlös spenden sie wie jedes Jahr für wohltätige Zwecke.

Für Karin Dingfeld liegt das bunte Treiben fast unmittelbar vor der Haustür. Ihre Freundin Karin Eifels ist - wie in den Vorjahren - aus Schleswig angereist, "weil mir die Atmosphäre ausgesprochen gut gefällt." Gleiches gilt für viele andere Besucher, so auch für Claudia Schmeling aus Sörup. "Der Weihnachtsmarkt in Wees ist wirklich urig und gemütlich."

Zum Programm des Marktes gehörten auch musikalische Auftritte des Munkbraruper Posaunenchors am Sonnabend und des "Hjeimdal Blasorkesters" aus Harrislee am Sonntag. Auch der Weihnachtsmann griff an beiden Tagen ins Geschehen ein, von den ganz kleinen Kindern allerdings lieber aus etwas größerer Entfernung und mit Skepsis betrachtet.

Die Aussteller, die aus dem gesamten Bundesgebiet und aus Süddänemark angereist waren, zeigten sich im Wesentlichen zufrieden mit dem Marktgeschehen. Die wirtschaftliche Situation sei aber doch etwas zu spüren, hieß es vereinzelt. Von einiger Kaufzurückhaltung unter dem Motto "Der Euro sitzt nicht mehr ganz so locker" war die Rede.

Zufrieden war hingegen Anke Nickel: "Das zum Teil ungünstige Wetter hat nicht zu einem spürbaren Besucherrückgang geführt." Sie und ihre Kollegen vom vierköpfigen eingespielten Organisationsteam wurden in bewährter Manier von der örtlichen Feuerwehr unterstützt.

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