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Gelting : Wasserverbrauch sinkt, die Einnahmen auch

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Wasserzweckverband Ostangeln hält Preise vorerst stabil.

Gelting | Mit einer Gebühr von 42 Cent je Kubikmeter ist der Wasserzweckverband Ostangeln der günstigste Anbieter in Schleswig-Holstein – doch wie lange das noch so bleibt, ist unklar. Zuletzt war der Preis 2013 von 39 um drei Cent erhöht worden – hinzu kommt eine Grundgebühr von 48 Euro im Jahr.

Die künftige Preisentwicklung, hängt von der ausstehenden Bilanz 2016 und von notwendigen Investitionen ab. Dazu erklärte Vorsitzender Ernst-August Müller während der Verbandsversammlung, dass die 42 Cent je Kubikmeter wohl schon in diesem Jahr nicht mehr „auskömmlich“ sein dürften, zumal die Einnahmen aus Termingeldzinsen gegen Null gehen und die Stromkonzerne erneute Preissteigerungen angekündigt haben. Das bedeute aus heutiger Sicht, dass für 2018 eine moderate Anhebung des Wasserpreises wohl unvermeidlich sei. Die Ankündigung des Vorsitzenden, stieß bei den Verbandsmitgliedern auf wenig Gegenliebe.

Doch zunächst ging es um die Bilanz 2015, die Zustimmung fand, zumal erneut ein Gewinn ausgewiesen ist – diesmal von 17  162 Euro, der dem Eigenkapital zugeführt wird und als Indiz für eine insgesamt gute Geschäftsentwicklung gewertet wird.

Müller stellte klar, dass der Wasserverbrauch rückläufig ist. Geringere Verbräuche – innerhalb des Zweckverbandes gibt es 3800 Anschlüsse – minderten die Einnahmen.

Der Haushaltsplan für 2017 weist im Ergebnisplan Erträge von 519  500 und Aufwendungen von 504  500 Euro aus, woraus sich ein Überschuss von 15  000 Euro ergibt. Den Gesamtbetrag der Auszahlungen für Investitionen bezifferte der Vorsitzende auf 880  000 Euro für jährlich wiederkehrende Investitionen für Hauszuleitungen, Rohrnetze und Wassermesseinrichtungen, aber auch für die Erneuerung von rund 3,7 Kilometer Hauptrohrleitung im Zuge des 2018 vorgesehenen Ausbaus der Kreisstraße 111 von Hasselberg nach Kronsgaard. Nach neuesten Berechnungen werden dafür Kosten von mindestens 650  000 Euro entstehen. Fällig ist außerdem die Erneuerung von elektrischen Anlagen (Trafostation) für rund 75  000 Euro, von zwei kleinen Filterkesseln für 20  000 Euro, der Kauf eines Fahrzeuges, 36  000 Euro, und die Anschaffung von Inventar und Werkzeug für zusammen 26  000 Euro.

Im Haushaltsplan, der die Zustimmung der Verbandsmitglieder fand, wird mit einer Abgabe von rund 470  000 Kubikmetern Reinwasser aus dem Wasserwerk Stenderup an die Endverbraucher gerechnet. Zusammenfassend kam der Vorsitzende zu dem Schluss, dass der Verband 2017 wesentlich mehr Geld als in den Vorjahren investiert und das werde sich in den folgenden Jahren fortsetzen für die Erneuerung des immer älter werdenden Rohrnetzes und die Werterhaltung der baulichen und technischen Anlagen zeigen. Da Thomas Asmussen aus dem Hauptausschuss des Verbandes ausgeschieden ist, wurde der Geltinger Gemeindevertreter Peter Suder in das Gremium gewählt.

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