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Flensburger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 02:42 Uhr

Was Trinidad von Flensburg lernt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Abschlussworkshop nach dreijähriger Kooperation mit Universitäten aus Amerika, Afrika und Asien

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2013 | 16:35 Uhr

Seit drei Jahren arbeiten über dreißig Forscher von sieben Universitäten aus zehn Wissenschaftsdisziplinen auf vier verschiedenen Kontinenten gemeinsam unter dem Titel „International Network for Energy and Environmental Sustainability (INEES)“ (Internationales Netzwerk für Energie und ökologische Nachhaltigkeit). Hinter diesen vielen Zahlen stehen greifbare Erfolge, die seit gestern in einem einwöchigen Workshop in Flensburg evaluiert werden sollen.

Zum Auftakt trafen sich die Experten rund um Energie und Umwelt auf dem Flensburger Campus, später wird der Austausch in der europäischen Akademie Sankelmark fortgesetzt. Fachhochschule und Universität Flensburg konnten Vertreter der Universitäten aus Trinidad, Barbados, Ghana, Jamaica, Bangladesh und Kolumbien begrüßen.



Dozentin aus Trinidad lobt guten Austausch


Energiewendeminister Robert Habeck appellierte an das Verantwortungsgefühl der Menschen. Der 43-Jährige fand: „Wir müssen ’Nein’ sagen zu Atomenergie und ’Ja’ zu erneuerbaren Energien“.

Das Ziel des Netzwerkes INEES sei gewesen, nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd als Thema in die universitäre Ausbildung besser zu integrieren, erklärte Diplomingenieur Wulf Boie. Der wissenschaftliche Mitarbeiter im Bereich Energie- und Umweltmanagement weiß: „Die Ergebnisse können sich sehen lassen“.

Sechs Teilprojekte realisierte INEES mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Zum einen konnten vier Lehrmodule erarbeitet und an Unis aus dem Netzwerk in die Hochschulausbildung integriert werden. Themen sind unter anderem der Wissenschaftsunterricht in Grundschulen oder Energieinnovationen in Betrieben.

Außerdem stellte INEES zwei nagelneue Master-Programme, die sich an Flensburger Vorbildern orientieren, auf die Beine. Bereits seit September 2012 lernen zehn Master-Studenten alles über erneuerbare Energien auf der Insel Barbados. Ab September läuft dann der zweite Studiengang „Energiemanagement“ mit rund 25 Studierenden in Trinidad an.

Dr. Hermann van Radecke von der Fachhochschule Flensburg hat als Dozent an einem Trainingsworkshop für die zukünftigen Lehrenden auf der Karibikinsel mitgearbeitet. Und auch zukünftig wird es ihn wieder in die Karibik verschlagen: als Gastdozenten eines zweiwöchigen Blockseminars für die Studenten des neuen Master-Studienganges.

„Die Zusammenarbeit war für uns sehr gewinnbringend und angenehm“, berichtete Dr. Indra Haraksingh. Die Dozentin für Physik lehrt in Trinidad an einem der Hauptsitze der Universität der Westindischen Inseln. Haraksingh begrüßt den guten Austausch zwischen den Netzwerkpartnern. „Drei meiner Master-Absolventen können im Rahmen eines Stipendiums für sechs Monate nach Flensburg kommen. Das ist eine großartige Gelegenheit für sie“, erzählte die Physikerin.

Im Fokus der Konferenz stehen aber nicht nur die bisherigen Erfolge, auch die Planung zukünftiger gemeinsamer Projekte wird Thema sein. Am Donnerstag wird deshalb als erster Schritt ein Kooperationsvertrag zwischen der Fachhochschule Flensburg, der Universität Flensburg und der Universität der Westindischen Inseln diskutiert.


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