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Flensburger Stadtverwaltung : Was im Rathaus künftig Chefsache ist

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

OB Simone Lange ordnet die Verwaltung in drei Dezernate – und will sich um sieben Themenbereiche selbst kümmern.

Fünf Wochen nach ihrem Amtsübernahme Mitte Januar hat Oberbürgermeisterin Simone Lange gestern erklärt, wie sie sich im Rathaus die Verwaltung der Zukunft vorstellt. Anstelle von acht Fachbereichen mit teilweise unklaren Verantwortlichkeiten sollen bald drei nachvollziehbar sortierte Dezernate mit klarer Entscheidungsstruktur treten. Die Zahl der Leitungsstellen soll insgesamt gleich bleiben.

Bürgermeister Henning Brüggemann soll neben der Kämmerei auch die Kommunalen Immobilien verantworten, deren Leiter Michael Draeger noch in diesem Jahr ohnehin pensioniert wird. Zuletzt waren Brüggemann im Rathaus immer mehr Themen zugeordnet worden – neben den Finanzen war er auch für Kita-Ausbau, Klimapakt, Schulneubauten, Sportentwicklung und Flüchtlinge zuständig gewesen. Andererseits kam es häufiger zu Nebeneinanderplanungen bei unklarer Zuständigkeit, etwa zwischen Bildungsbereich und Kommunalen Immobilien bei Neuplanungen von Schulen und Kitas. „Seine ureigenste Aufgabe als Kämmerer ist mit vielen anderen Aufgaben gefüllt“, sagte Lange.

Alle zentralen Entwicklungs- und Selbstverwaltungsaufgaben der Stadt sind künftig in einem zweiten „Dezernat für Projektkoordination, Dialog und Image“ zu finden – die Stadtentwicklung, der Fachbereich Bildung, Sport und Kultur mit praktisch alle wichtigen Neubauplanungen von Grundschulen, Kitas und Sportstätten sowie Einwohnerservice und Willkommenskultur. Diese Aufgabe soll für einen Wahlbeamten auf sechs Jahre ausgeschrieben werden. „Hier wünsche ich mir einen starken Gestalter – jemanden, der Projektkoordination kann und mehr Manager als Spezialist ist“, sagte Lange. Bis diese Stelle nach einem Ausschreibungsverfahren vielleicht erst 2018 besetzt ist, werde sie diese Aufgabe selbst wahrnehmen, erklärte Lange. „Wir haben festgestellt, dass es an der Bündelung der Themen mangelt“, assistierte Brüggemann.

Im dritten künftigen „Dezernat für zentrale Dienste, Sicherheit und Lebensqualität“ sollen unter der neuen Dezernentin Maria-Theresia Schlütter (61) ab Sommer die zentralen und gesetzlichen Aufgaben gebündelt werden: Personal, IT, Ordnungsverwaltung sowie Soziales, Jugend und Gesundheit. Die Verwaltungsfachfrau arbeitet seit 1978 für die Stadt, im Jugendamt, bei der Berufsfeuerwehr, im Standesamt und der Ordnungsverwaltung. Nach der Leitung des Grundsatzbüros führt sie seit 2010 den Fachbereich Zentrale Dienste. Die Dezernate würden künftig in enger Abstimmung mit den Fachbereichsleitungen geführt, sagt Schlütter.

Simone Lange ordnet nun Rechtsamt, Pressestelle, Personalrat, Gleichstellung sowie Rechnungsprüfungsamt und die Verwaltungsstelle Glücksburg dem OB-Büro direkt zu. Außerdem nennt sie sieben Felder, die sie zur Chefsache erklärt: deutsch-dänische Zusammenarbeit, Wirtschaftsentwicklung, Stadt-Umland-Kooperation, die Verwaltungsgemeinschaft, Kommunikation und Presse sowie Digitalisierung und Internationalisierung. Lange: „Wir begreifen das als Verstärkung der Verwaltung.“

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erstellt am 21.Feb.2017 | 10:44 Uhr

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