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Reparatur bei Windkraftanlagen : Warum Kölner in Flensburg beschichten lassen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das erfolgreiche Kölner Unternehmen Ronsite hat Wurzeln in Flensburg

Die neuen Energien aus Wind oder Sonne gehören längst zum Standard. Technisch allerdings ist vieles noch nicht ausgereift, Optimierungen noch möglich. Verschleiß und Korrosion sind einer der Hauptgründe für Anlagenstillstände. Hier hat das Kölner Startup Unternehmen Ronsite Technology (mit Flensburger Wurzeln) eine neue Technik entwickelt, die Reparaturen mittels Metallspritzen erleichtert, Qualität verbessert und zukünftige Ausfälle reduziert oder vermeidet.

„Ronsite (Repair onsite) soll bedeuten, wir können mit unserer Technik vor Ort am Bauteil oder direkt beim Kunden eine Reparatur, die Beispiel durch Verschleiß erforderlich wurde, an großen Maschinenbauteilen durchführen“, sagt Geschäftsführerin Britta Rossen. Dabei garantiere ein vollautomatischer Prozess wiederholbare Qualität.

Hauptsitz von Ronsite ist Köln: „Hier haben wir im Jahre 2012/2013 erfolgreich an Deutschlands zweitgrößtem Businessplan-Wettbewerb teilgenommen und konnten als 3. Sieger von insgesamt 130 Teams abschließen – für uns ein riesiger Erfolg und der Wegbereiter richtiger Schritte in der Gründungsphase.“ Zum Beispiel habe man dort die Förderung der Patentanmeldung durchsetzen können – mit Erfolg: „Seit März haben wir für unsere Technik das deutsche Patent erhalten. Wir erwarten 2018 auch die europäische Zusage“, hofft Rossen.

Wie kommt Ronsite nun nach Flensburg? Dafür gibt es mehrere gute Gründe: Während des Prototypen-Aufbaus fand Entwickler Jens Rossen, ein ehemaliger Student der Fachhochschule Flensburg, hier alle notwendigen Unterstützungen, um den Aufbau und die ersten Tests erfolgreich zu absolvieren sowie das notwendige Fachpersonal anzulernen und auszubilden.

Das Flensburger Metallunternehmen HG Lorenz an der Lilienthalstraße, als Partner für die mechanische Bearbeitung, habe von Anfang an großes Interesse an der neuen Technik gezeigt, um die großen Möglichkeiten für die zukünftigen Reparaturaufgaben in der Windkraft nutzen zu können – deshalb sei HG Lorenz auch heute Partner für den Standort Nord.

Zudem liege Flensburg geografisch optimal, um den Reparaturmarkt von Windkraftgetrieben zwischen Elbe und Kattegat abzudecken. Unter anderem kämen schwere Getriebegehäuse aus Dänemark zur Reparatur nach Flensburg. „Aktuell arbeiten wir an der ersten industriellen Entwicklung für die Anwendung in der Groß-kompressor-Instandsetzung“, verrät Rossen und ergänzt: „Wir haben schon in Australien und Südafrika im Bereich Mining erste Projekte zur Instandsetzung von Antriebsachsen bei Muldenkippern. Made in Germany ist immer noch sehr gefragt.



Weitere Infos und Filme:
www.ronsite-technology.de



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erstellt am 07.Jun.2017 | 12:22 Uhr

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