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Flensburger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 07:19 Uhr

Lindewitt : Wandern zum Gedenken an Kriegstote

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Lindewitter Verein beteiligt sich an deutsch-dänischem Projekt „1864-Marsch“. Teilstrecken von fünf und zehn Kilometern Länge beginnen in Dannewerk und Oeversee.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 07:45 Uhr

„Wer Geschichte einmal etwas anders erleben möchte, hat Anfang Februar die Chance dazu“, sagte der Vorsitzende Bernhard Petersen zu den Wanderfreunden Lindewitt auf ihrer Jahresversammlung. Am 1. und 2. Februar finde in Nordschleswig ein zweitägiger Fußmarsch auf den Spuren der Soldaten statt, die dort zwischen Februar und April 1864 aufeinander trafen, in diesem Jahr jähre sich nämlich der Zweite Schleswigsche Krieg zum 150. Mal. Bei dem 80 Kilometer langen Marsch, der am 1. Februar auf deutscher Seite am Dannewerk beginnt und nach einer Übernachtung bei Padborg am 2. Februar nach Düppel weiterführt, handelt es sich um ein deutsch-dänisches Gemeinschaftsprojekt. Mit diesem Marsch, der als erstes Projekt einer Vielzahl von Arrangements unter dem Titel „1864-Tage“ angeboten wird, wollen beide Seiten an die gefallenen Soldaten des Krieges erinnern.

Bislang haben sich 677 Wanderer angemeldet. Die Wanderfreunde Lindewitt organisieren eine der vier Teilstrecken im Rahmen des „1864-Marsches“. Teilnehmer können von 12 bis 13 Uhr vom Gemeindehaus in Oeversee, Stapelholmer Weg 35a, auf die fünf oder oder zehn Kilometer langen Strecken starten. Vorher, zwischen 9 bis 10 Uhr, können Wanderfreunde bereits eine Teilstrecke von fünf oder zehn Kilometern in Dannewerk vom „Danevirke Museum“, Ochsenweg 5, erwandern.

Weitere Veranstaltungen des Wandervereins, der aktuell 174 Mitglieder zählt, sind die Winterwanderung am 15. und 16. Februar in Lindewitt, und am 28. Februar wird das Theaterstück „Mit Geföhl un Wellenslag“ ab 20 Uhr im Studio uraufgeführt. Vom 28. Mai bis zum 1. Juni führt eine Sommerfahrt die Mitglieder in den bayerischen Spessart. Eine Jubiläumsfeier anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Wanderfreunde Lindewitt ist für den 13. September im Wiehekrug geplant.

In seinem Bericht erinnerte der Vorsitzende daran, dass die Lindewitter Wanderfreunde im vergangenen Jahr fünf Veranstaltungen organisierten, die 1595 Teilnehmer trotz manchmal widriger Witterung als Winter-, Unicef-, Sommer- oder Abendwanderung wahrnahmen. Außerdem wurden eine Sommerfahrt nach „Elisabethszell“ zum singenden Wirt und einige Wanderungen und Ausflüge, darunter ein Besuch des berühmten „Drachenstichs“ in Furth im Wald sowie eine „Donaufahrt“, unternommen. „Aber auch an Veranstaltungen der Nachbarvereine nahmen die Lindewitter Wanderfreunde teil“, sagte Petersen. Als „sehr erfreulich“ bezeichnete er die Nutzun g des 2009 eröffneten permanenten Wanderweges (PW) in Schafflund. Mehr als 1700 Wanderer hätten die Strecke absolviert. Damit sei es wohl der am meisten genutzte „PW-Wanderweg“ Schleswig-Holsteins.

Bei den Wahlen bestätigte die Versammlung den ersten Vorsitzenden Bernhard Petersen im Amt. Auch Schriftführer Hans Jürgensen wurde wiedergewählt und Inga Jürgensen bleibt technische Leiterin im Außendienst. Wolfgang Stern wird im nächsten Jahr die Kasse mit Christian Stelzer prüfen. Dieter Petersen wurde erneut zum Vertrauensmann gewählt. Laut Versammlungsbeschluss steht auch der Festausschuss alle zwei Jahre zur Wahl. Er wird von Peter Lätsch und Silke Boysen gebildet.

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