Ausstellung in Flensburg : Wanderausstellung thematisiert Psychatrie in der NS-Zeit

<p>Besucherin in der Ausstellung 'Erfasst, verfolgt, vernichtet' </p>

Besucherin in der Ausstellung "Erfasst, verfolgt, vernichtet"

In Städten wie Toronto, Osaka, Wien und Berlin war die Schau zur Rolle der Psychatrie im Nationalsozialismus zu sehen. Jetzt kommt sie nach Flensburg.

shz.de von
04. September 2018, 14:24 Uhr

Flensburg | Die Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) befasst sich mit der Aufarbeitung der Rolle der Psychiatrie im Nationalsozialismus. Bis zu 400000 Kranke und Behinderte wurden ab 1934 zwangssterilisiert, mehr als 200000 ermordet. Die Ausstellung war  bereits vielbeachtet in Toronto, Osaka, Wien und Berlin zu sehen und erinnert an das Schicksal der Betroffenen.

Nun wird sie am Dienstag um 17 Uhr im Bürgersaal des Rathauses, auf Initiative von Dr. Frank Helmig, eröffnet. Der Chefarzt der Psychiatrie der Diako begrüßt dann folgende Gäste: die Dezernentin für Jugend, Soziales und Gesundheit, Maria-Theresia Schlütter, Gabriele Stappert, Referentin des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Pastor Wolfgang Boten, Rektor der Diako.

Der Co-Initiator der Wanderausstellung Prof. Dr. Dr. Frank Schneider und ehemalige Präsident des DGPPN wird einen Vortrag  halten und im Anschluss durch die Ausstellung führen.  Die Veranstaltung wird von Annette Symanczyk, Journalistin beim sh:z, moderiert.

Bis zum 28. September ist die Ausstellung zu sehen – sie wird eingerahmt von einem umfangreichen Begleitprogramm. Dazu gehören Führungen für Schulen (ab der 8. Klasse), Vorträge von Mitgliedern der Europa-Universität, der Stiftung Anerkennung und Hilfe, der Brücke Flensburg, der Diako und eine Lesung  von Peter Harry Carstensen. sh:z

Das Programm und weitere Informationen finden sich im Internet auf den Seiten www.diako.de (Aktuelles) und www.dgppn. Auf dieser Seite lässt sich auch eine APP für Smartphones herunterladen, die eine Führung in leicht verständlicher Sprache durch die Ausstellung enthält.

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