Waldemarsmauer bröckelt

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03. Juli 2013, 03:59 Uhr

Dannewerk | Die beiden letzten harten Winter haben der Waldemarsmauer schwer zugesetzt. Touristen, die das freigelegte Stück des größten Flächendenkmals Nordeuropas (Danewerk) bei Dannewerk in den vergangenen Wochen besuchten, begegneten auf Schritt und Tritt abgesprengten Mauerstücken und Ziegelfragmenten. Die sind zwar inzwischen entfernt worden, doch das eigentliche Problem besteht fort. Auch für Professor Dr. Claus von Carnap-Bornheim, Leitender Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen und Leiter des Archäologischen Landesamtes, ein alarmierendes Signal. "Keine Frage, Temperaturen um minus 18 Grad und viel Feuchtigkeit - der letzte Winter war Gift für das Bauwerk." Daran habe auch die bereits über weite Strecken des Denkmals verlegte Drainage nichts ändern können. Wo die historische Mauer frei liegt, dringt Feuchtigkeit ein, dort entstehen die größten Schäden.

Das Archäologische Landesamt hat in den vergangenen Wochen die entstandenen Schäden aufgenommen. Dort berät man derzeit darüber, wie ein Konzept für die bessere Konservierung des Danewerks aussehen könnte. "Am Ende wird es vielleicht die grausame Entscheidung geben müssen, alles wieder abzudecken", beschreibt der Chefarchäologe die extremste mögliche Reaktion auf die Schäden.

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