Blaulichttag am 5. Juli : Wächter über das Revier der Flensburger Förde

Ein Beamter der Wasserschutzpolizei kontrolliert Segler in der Flensburger Förde.
Ein Beamter der Wasserschutzpolizei kontrolliert Segler in der Flensburger Förde.

Das Einsatzgebiet der Wasserschutzpolizei erstreckt sich von der Grenze zu Dänemark bis hin nach Eckernförde

shz.de von
01. Juli 2014, 08:00 Uhr

Insgesamt 19 Rettungs- und Hilfsorganisationen von A wie Arbeiter-Samariter-Bund bis Z wie Zoll bringt die Bundespolizei am 5. Juli zusammen. Gemeinsam werden sie an diesem Tag von 10 bis 17 Uhr an der Hafenspitze der Arbeit der Retter und Helfer präsentieren. Heute: die Wasserschutzpolizei.

Auch zu Wasser ist der „Freund und Helfer“ unterwegs. Das Flensburger Revier erstreckt sich über 160 Kilometer bis nach Eckernförde. „Es gilt vor allem, für Sicherheit auf dem Wasser und an der Vielzahl von Anlegestellen zu sorgen“, betont Sprecher Jens Albert. Mit insgesamt 29 Landesbeamten, von denen sechs in der Außenstelle in Kappeln ihren Dienst tun, deckt die Flensburger Wasserschutzpolizei ein Fünftel des schleswig-holsteinischen Reviers ab. „Es ist ein sehr großes Aufgabengebiet“, sagt Albert, „für das der Personalstand absolut angemessen ist.“

Meistens gehen die Polizisten mit der „Glücksburg“ auf Streife. Das Streckenboot wurde ursprünglich für die Fischereiaufsicht angeschafft, heute ist es eine Art mobiler Dienststelle; es dient auch der Absicherung von Veranstaltungen wie Regatten, der Begleitung eines Stapellaufs oder Sportbootkontrollen.

Die Einsätze sind vielfältig: Neben der Kriminalitätsbekämfpung macht der Umweltschutz einen großen Teil der Arbeit aus. Kontrollen der Berufsschifffahrt dienen oft diesem Zweck. Schiff- und Verkehrssicherheit, Bekämpfung der Bootskriminalität, Fischereiaufsicht, Schiffsunfallbearbeitung, Streifen und Rettungseinsätze sind an der Tagesordnung. 17 Beamte tun Dienst an der Schiffbrücke, der Rest in der Außenstelle Kappeln sowie auf dem Küstenboot „Staberhuk“. Ein Hafen-, Schlauch- und das Streifenboot„Duburg“ stehen zudem zur Verfügung.

Dieser „Fuhrpark“ ist angesichts der Überwachung von drei großen Förden, vier Häfen, mehreren Sperrgebieten, 7000 Liegeplätzen mit Sport-, Segel- und Motorbooten auch nötig. Zusätzlich verlassen sich Bojenlieger und 30 000 Gastlieger pro Jahr auf die Einsatzbereitschaft der Wasserschutzpolizei.

Besondere Herausforderung ist die Nähe zu Dänemark. Die Förde ist auf dem Wasser zweigeteilt, an der Grenze endet die Zuständigkeit der Wasserschutzpolizei. „Aber Unterstützung in Notfällen ist ganz normal, und die Zusammenarbeit mit der dänischen Polizei ist selbstverständlich, wenn um Amtshilfe gebeten wird“, so Albert.

Die Ausbildung der Wasserschutzpolizei ist langwierig, frühestens nach fünf Jahren ist sie beendet. Neben den Gesetzen, die auf See herrschen, müssen auch nautische Fähigkeiten beherrscht werden.

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