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Treueschwur an SG Flensburg-Handewitt : Vranjes wird nicht Handball-Bundestrainer

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Erst die Absage an Topclub Paris St. Germain, jetzt auch an die deutsche Handball-Nationalmannschaft: Ljubomir Vranjes bleibt Trainer der SG Flensburg-Handewitt.

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2014 | 16:37 Uhr

Flensburg | Ljubomir Vranjes von Champions-League-Gewinner SG Flensburg-Handewitt wird trotz eines Verbandsangebots nicht Bundestrainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft. „Das wäre zeitlich nicht machbar“, sagte der Erfolgscoach. Der DHB habe ihn gewollt, aber er habe nicht ja gesagt. Vranjes betonte, seinen bis 2017 datierten Vertrag bei der SG erfüllen zu wollen.

Um die Dienste des schwedischen Erfolgstrainers hatte sich ein heftiges Tauziehen entwickelt. Bis Dienstag zählte Vranjes noch zum kleinen Kreis der Kandidaten, die als Nachfolger für Bundestrainer Martin Heuberger gehandelt wurden. Jetzt will er sich auf die Arbeit mit der SG konzentrieren. „Wir wollen am liebsten alle Titel gewinnen“, meinte der 40-jährige Schwede. Im Juni hatte bereits der französische Topclub Paris St. Germain sein Interesse am Erfolgscoach bekundet – ohne Erfolg. „Ich habe immer betont, dass die SG eine Herzensangelegenheit für mich ist“, sagte Vranjes bereits damals.

Mit einem unveränderten Etat von rund sechs Millionen Euro geht der Tabellendritte der Vorsaison ins neue Spieljahr. Trotz einer Verjüngungskur der Mannschaft will Deutschlands nördlichster Erstligist in allen drei Wettbewerben erneut für Furore sorgen. In der Favoritenrolle sehen sich die Schleswig-Holsteiner für die am 23. August beginnende Saison allerdings nicht. „Man kann Titel nicht einfach wie reife Früchte von einem Strauß pflücken, aber wir wollen gerne alles daransetzen, um auch in der neuen Saison einen Titel nach Flensburg zu holen“, sagte SG-Manager Dierk Schmäschke.

Auf die Verpflichtung namhafter Neuzugänge wurde verzichtet. Mit einem aus eher unbekannten Skandinaviern bestehenden Quartett wollen die Flensburger jene Lücken schließen, die durch den Aderlaß entstanden sind. Immerhin verließen in Steffen Weinhold und Michael Knudsen zwei international gestandene Spieler den Verein. Ebenso wie Knudsen zog es auch den dänischen Torhüter Søren Rasmussen zurück in seine Heimat.

In Johan Jakobsson führt ein international erfahrener Schwede die Neuzugänge an. Der 27 Jahre alte Nationalspieler hat die schwere Aufgabe, die Weinhold-Nachfolge anzutreten. Unter geringerem Erwartungsdruck stehen hingegen Kreisläufer Anders Zachariassen, Rückraum-Spieler Kasper Kisum und ihr dänischer Landsmann Kevin Möller, der an die Seite von Kult-Keeper Mattias Andersson getreten ist. Große Hoffnungen ruhen auf den Schultern von Lars Kaufmann, der nach einer mehr als einjährigen Verletzungspause sein Comeback feierte. Den wurfstarken Rückraum-Spieler hatten mehrere Knieverletzungen gestoppt.

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