Abend der Jugendarbeit auf dem Scheersberg : „Vorbilder bewirken mehr als Worte“

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Landrat Wolfgang Buschmann (l.) und Ralph Schmidt (r.), Vorsitzender des Kreisjugendringes, zeichnen fünf Gruppen für ihr Engagement aus: die Kids-Wehr aus Lürschau, die „Schrägen Küken“ aus Gelting, die Landjugend Klein-Bennebek, „Lifepoool“ aus Schleswig und die Basketballer des TSV Schleswig.
Landrat Wolfgang Buschmann (l.) und Ralph Schmidt (r.), Vorsitzender des Kreisjugendringes, zeichnen fünf Gruppen für ihr Engagement aus: die Kids-Wehr aus Lürschau, die „Schrägen Küken“ aus Gelting, die Landjugend Klein-Bennebek, „Lifepoool“ aus Schleswig und die Basketballer des TSV Schleswig.

Bei seinem traditionellen „Abend der Jugendarbeit“ zeichnete der Kreisjugendring fünf „Vorbild-Gruppen“ aus Schleswig, Klein Bennebek, Gelting und Lürschau aus.

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25. November 2018, 16:20 Uhr

Steinbergkirche | „Ohne dieses Engagement, das gleichwohl viel Kraft und Freizeit erfordert, wäre diese erfolgreiche Jugendarbeit in unserem Kreis nicht zu gestalten.“ Mit diesen Worten zollte Landrat Wolfgang Buschmann beim traditionellen „Abend der Jugendarbeit“ dem Kreisjugendring (KJR) „Respekt und Anerkennung“. In seiner Funktion als Schirmherr der 32. Festveranstaltung zeichnete er im vollbesetzten Saal des Jugendhofs Scheersberg gemeinsam mit dem KJR-Vorsitzenden Ralph Schmidt fünf Vorbild-Gruppen aus und überreichte Schecks mit je 300-Euro-Prämie. „Vorbilder bewirken meist mehr als Worte“, sagte der Landrat. Jugendliche setzten sich für Jugendliche ein und bemühten sich dabei um hohe Ziele wie Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und soziales Verhalten.

Zu Beginn der Abendveranstaltung gehörte die Bühne dem moderierenden Paar Miral und Ove Eichwald, das in einem Sketch über ein politisches Plakat mit dem provokanten Schriftzug „Stillstand ist Zukunft“ in Streit geriet. Die Auftritte der fünf Gruppen bewiesen das Gegenteil. KJR-Chef Schmidt hieß die Ehrengäste willkommen, unter ihnen die Landtagsabgeordnete Birte Pauls (SPD), zahlreiche Kreispolitiker und Bürgermeister.

Verdient hat sich die KJR-Prämie eine singende und spielende Gemeinschaft aus Ostangeln. Dass aus der vor 30 Jahren gegründeten Geltinger Musikgruppe „Die Schrägen Vögel“ auch „Schräge Küken“ und „Schräge Eier“ entsprangen, sei vor allem dem Einsatz des Amtsjugendpflegers Bernd Jochimsen zu verdanken. Die „Schrägen Chöre“ treten regelmäßig in Konzerten auf und spenden die Erlöse zum Großteil dem „Centre for talent expression“ im afrikanischen Ghana. Für ihre Scheersberger Darbietung ernteten sie lang anhaltenden Applaus.

Viel Lob gab es auch für die Landjugend Klein Bennebek, ein Verein mit Mitgliedern zwischen 15 und 35 Jahren. Der Überschuss der alljährlichen Scheunenfete mit großer Tombola fließt einem guten Zweck in der Region zu. Die Aktiven arrangieren außerdem Kochduelle, Raclette-Abende und organisieren das Boßeln im Dorf.

Zu den Preisträgern gehört auch die „Kids-Wehr“ aus Lürschau, die vor dreieinhalb Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Die 26 Kinder werden von acht Betreuern spielerisch an die Feuerwehrarbeit herangeführt und auf den späteren Einzug in der Jugendfeuerwehr vorbereitet.

Zur Vorbild-Gruppe ist ebenfalls die Basketball-Abteilung des TSV Schleswig gekürt worden. Die 50 Jugendlichen verstehen sich als eine große Familie, in der laut Laudatio auch außerhalb des Spielfelds jeder für den anderen einsteht und das soziale Umfeld in den Fokus nimmt. Beim alljährlichen Großturnier um den Schlei-Cup springen Spenden heraus, mit denen die Basketballer Projekte wie „Kein Kind ohne Sport“ unterstützen. Wichtig ist ihnen zudem die Inklusion im Sport, wobei sie sich mit dem Team der Schleswiger Werkstätten messen.

Zu den von einer KJR-Jury ausgewählten Vorzeigegruppen zählt außerdem die Band „Lifepool“ der Evangelischen Jugend Schleswig. 13 junge Instrumentalisten im Alter zwischen zwölf und 27 Jahren spielen christlichen Folk-Rock-Pop und sorgen dafür, dass ein Stück Jugendkultur in die Gottesdienste getragen wird. Auftritte hat die Gruppe nicht nur für Konfirmanden im Schleswiger Dom, sondern auch in Gaststätten, in Kletterparks und bei Hochzeiten.

Alle preisgekrönten Gruppen haben nach den Worten des Landrats am Abend der Jugendarbeit exemplarisch bewiesen, dass ihre Arbeit „im Dienst unserer Gesellschaft steht“ und deshalb eine hohe Wertschätzung verdiene. „Aber es bleibt weiterhin viel zu tun, so Buschmann.

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