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Sonderausstellung in der Phänomenta : Von der Stempelbremse zum Bonanza-Rad

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Phänomenta und Klimapakt haben anlässlich des 200.Fahrrad-Geburtstags gestern die Sonderausstellung „Dreh! Moment!“ eröffnet.

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erstellt am 11.Jun.2017 | 17:35 Uhr

Das Fahrrad feiert in diesem Jahr 200. Geburtstag – und die Klimapaktstadt Flensburg? Phänomenta und Klimapakt haben anlässlich dieses Geburtstags am Freitag die Sonderausstellung „Dreh! Moment!“ eröffnet.

Natürlich müsse so eine Ausstellung auch inhaltlich zur Phänomenta passen, erklärte deren Leiter Achim Englert: „Wir haben den Anspruch, die Physik dahinter zu zeigen.“ Deshalb gibt es neben vielen Informationen und interaktiven Exponaten rund ums Rad auch Antworten auf beispielsweise folgende Fragen: Wie gelingt es, auf dem Rad das Gleichgewicht zu halten? Was passiert beim Bremsen? Allein die verschiedenen Arten von Bremsen, die das Team um Kurator Christian Gosch zusammengetragen hat: Stempelbremse, Trommelbremse, Felgenbremse, Rollenbremse, Scheibenbremse. Auch über Rahmen kann man im Obergeschoss der Phänomenta nun allerlei erfahren: Die Geometrie reicht vom Trapezrahmen bis zum Schwanenhals – die Materialien von Stahl, Aluminium,Titan und Bambus bis zu kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen.

Zum 200. Fahrrad-Geburtstag hat auch Händler Peter Petersen („Peterrad“) seinen Fundus geöffnet – deshalb wird die Ausstellung neben einem Bonanza-Rad, dem Gegenwindfahrrad der Hochschule oder einem 30-Zoll-Rad auch ein rund 140 Jahre altes Hochrad zeigen können (Letzteres allerdings erst ab Anfang Juli).

In der zweiten Jahreshälfte möchten auch die Stadt und ihr Klimapakt mit einem kleinen Programm das Fortbewegungsmittel würdigen, das den Verkehr vor zwei Jahrhunderten revolutionierte. Mit einem Auftakt am 17. September in der Phänomenta soll es zwei Monate bis zum 19. November laufen (Abschluss auf dem Museumsberg).

Bürgermeister Henning Brüggemann weiß, dass die Imagearbeit, Netzwerkarbeit und wissenschaftliche Begleitung im Klimapakt noch nicht die praktische Situation der Radfahrer auf Flensburgs Straßen und Wegen verbessert. Brüggemann ärgere sich zum Beispiel darüber, dass die Radwege häufig vor und nach der Leerung mit Mülltonnen vollstehen, berichtet er freimütig – und über die „Bettelampel“: Dass Radfahrer und Fußgänger nicht automatisch „grün“ bekommen, sondern nur, wenn sie die Ampel drücken, müsse sich ändern.

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