zur Navigation springen

Stadttheater Flensburg : Von der Macht des Schicksals bis zur Berliner Luft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Stimmungsvolles „Auftakt“-Konzert zur Eröffnung der Spielzeit und 15000 Euro von der Theaterbürgerstiftung

Bunt gestalteten Ensemble, Chor und das Schleswig-Holsteinische Sinfonieorchester unter der Leitung von Peter Sommerer das „Auftakt“-Konzert am Freitagabend im voll besetzten Stadttheater.

Nach der großartigen und kraftvoll gespielten Ouvertüre zu „Die Macht des Schicksals“ von Giuseppe Verdi teilte Intendant Peter Grisebach, der kenntnisreich durch das abwechslungsreiche Programm führte, seinem Publikum freudig mit, die Theaterbürgerstiftung habe beschlossen, dem Theater eine Zuwendung von 15  000 Euro für seine Jugendarbeit zukommen zu lassen. Außerdem verkündete er offiziell, Schleswig werde zur Spielzeit 2019/20 nun tatsächlich ein neues Theater bekommen.

„Bewährtes neu erleben“, so das Credo des Abends, wonach in lockerer Abfolge sich Arien aus verschiedenen Bühnenwerken der Verdi-Ouvertüre anschlossen, womit sich die einzelnen Künstler nach der Spielzeitpause ausgeruht und voller Elan von ihrer besten Seite zeigten. So sangen Julia Mintzer „O don fatale“ aus Don Carlos von Verdi, Marian Müller das „Gebet des Valentin“ aus Charles Gounods „Margarethe“, Paulina Schulenburg in einem verführerischen Outfit das Spottlied aus „Romeo und Julia“, und Samuel Smith mimte komödiantisch den alten Diener Franz aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach. Sowohl Kai-Moritz von Blanckenburg mit der Spiegel-Arie als auch die berühmte Barkarole mit Paulina Schulenburg, Julia Mintzer und dem Opernchor in der Einstudierung von Bernd Stepputtis machten richtig Lust auf diese Oper, die bald im November Premiere haben wird.

Die aus Berlin kommende Amelie Müller mit ihrem herrlichen, lyrischen Koloratursopran, die an diesem Abend sehr eindrucksvoll debütierte, brillierte mit der orientalisch angehauchten Glöckchenarie aus Leo Delibes „Lakmé“. Und noch vor der Pause interpretierte Junghwan Choi die Verzweiflungs-Arie des Bajazzo aus der gleichnamigen Oper von Ruggero Leoncavallo.

Mit der Ouvertüre „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Otto Nikolai starteten die Akteure in die Welt der „Leichten Muse“, worin zunächst Christopher Hutchinson und später auch Markus Wessiack in Emmerich Kalmans „Zirkusprinzessin“ ihre Stimmen hören ließen. Nachdem noch einige Untiefen amüsanter Operettenherrlichkeiten umschifft waren, das Publikum für die baldige Premiere zu „In 80 Tagen um die Welt“ einen sängerischen Desserthappen bekommen hatte, Laune und Stimmung also auf dem Höhepunkt siedeten, beendete schließlich die Berliner Luft von Paul Linke stimmungsvoll das Konzert.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen