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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 13:59 Uhr

Von der HSH Nordbank zur Wireg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Michael Otten wird neuer Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung / Mit ihm soll die Neuausrichtung mit Leben erfüllt werden

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2015 | 12:58 Uhr

Mit der inhaltlichen Neuausrichtung kommt ein neues Gesicht: Michael Otten wird am 1. Januar 2016 neuer Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft (Wireg) des Kreises Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg. Landrat Wolfgang Buschmann und Oberbürgermeister Simon Faber stellten ihn gestern am Sitz der Wireg in Flensburg vor. Der 47-Jährige löst Interimschef Burkhard Otzen, der die Gesellschaft ein Jahr geleitet hat und zurück in die Prokura wechselt.

Mit Otten kommt ein erfahrener Manager und Banker auf den Chefsessel an der Lise-Meitner-Straße. Seit rund zehn Jahren ist er bei der HSH Nordbank beschäftigt und leitet am Standort Hamburg eine Sanierungseinheit; dabei gehe es um ein Kreditvolumen von mehreren Milliarden Euro. Mit seinem Stab betreut er dort Unternehmen, die im Zuge der Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten waren. Der in Bremen geborene Otten hat an der Weser studiert und als gelernter Diplom-Betriebswirt unter anderem in London und Kopenhagen studiert; entsprechende Sprachkenntnisse bringt er mit in sein neues Betätigungsfeld.

Die Erfahrungen im direkten Umgang mit Unternehmen und die Kenntnisse dänischer Verhältnisse dürften bei der Auswahl und dem einstimmigen Votum in den Wireg-Gremien für Otten eine Rolle gespielt haben. „Otten vereint internationale Erfahrung und regionale Kenntnis“, sagte Buschmann. „Der Neue“ war im Gegenzug voll des Lobs für die Unternehmerschaft im Norden Schleswig-Holstein: „Da gibt es einige wahre hidden champions, die nicht an der Börse, aber zum Teil Weltmarktführer auf ihrem Gebiet sind.“ Er sehe bei ihnen ein sehr großes Kundenverständnis. Die Lage direkt südlich der Grenze sei die Stärke der Region; die Ansiedlung neuer Unternehmen – nicht zuletzt auch aus Dänemark und Skandinavien – bleibe ein Kernziel der Wireg.

Die professionelle Betreuung alteingesessener Unternehmen und damit die Bestandspflege werde ein Schwerpunkt in der neuen Ausrichtung der Wireg sein, erläuterte Faber. „Wir wollen Wachstum aus der Unternehmerschaft generieren“, so der Flensburger Verwaltungschef. In der jüngeren Vergangenheit waren durchaus unterschiedliche Auffassungen der Gesellschafter über die Aufgaben der Wireg zu Tage getreten und zum Teil öffentlich diskutiert worden. Zwischenzeitlich stand ein Ausstieg Flensburgs aus der Gesellschaft im Raum. Zusammen mit dem neuen Chef sollen die Kernaufgaben der Wireg abschließend festgelegt und ausformuliert werden. „Dann werden wir mit Akribie und Volldampf loslegen“, versprach Landrat Wolfgang Buschmann, der kürzlich Simon Faber turnusmäßig als Aufsichtsratsvorsitzenden abgelöst hat. Ansehen und Bedeutung der Wireg wurden nicht zuletzt durch die „hochgradig interessanten Bewerbungen“ wieder gespiegelt, so Buschmann weiter.

Für die Industrie- und Handelskammer zu Flensburg erneuerte deren Geschäftsführer Ulrich Spitzer das Angebot, den seit 15 Jahren bestehenden Kooperationsvertrag zwischen Wireg und IHK zu erneuern. Ein entsprechend abgestimmtes Dokument habe er in der Schublade.

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